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Lehrprobe: Tragt in die Welt nun ein Licht - Ganzheitliche Erschließung des Symbols Licht

Autor: Julia Schwarz, 2011    6 Autorenpunkte Fach:

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Lehrprobe Tragt in die Welt nun ein Licht Ganzheitliche Erschließung des Symbols Licht 14 seitige Ausarbeitung einer Lehrprobe. Kopie von Lehrprobe Reli Staatliches Studienseminar für das Lehramt an Grund und Hauptschulen XXXXXXXXX SCHRIFTLICHER ENTWURF DER LEHRPROBE ZUR ZWEITEN PR FUNG Lehramtsanwärterin Julia Schwarz Schule Fach Thema XXXXXXXXXXX Katholische Religion Tragt in die Welt nun ein Licht Ganzheitliche Erschließung des Symbols Licht XX Klasse abgegeben am XXXX Bestätigung der Schulleitung 1 Gliederung 1. Didaktische berlegungen 1.1 Aussagen des Lehrplans 1.2 Gegenwarts Zukunftsbedeutung Exemplarität 1.3 Sachstruktur 1.4 Aufriss der Unterrichtseinheit Lerngruppe und Arbeitsbedingungen 2.1 Sachkompetenz 2.2 Sozial kommunikative Kompetenz 2.3 Selbstkompetenz 2.4 Methodenkompetenz 2.5 Räumlich mediale Voraussetzungen und Grenzen 2.6 Eingeführte Regeln und Rituale Ziele Lern und Handlungsschwerpunkte 3.1 Grobziel Lernschwerpunkt 3.2 Feinziele Methodisches Arrangement 4.1 Begründende Darstellung der Methodenkonzeption 4.2 Darstellung der Lernschritte Unterrichtsskizze Verwendete Literatur 3 3 4 4 2. 5 6 6 6 7 7 3. 7 7 4. 8 8 9 11 5. 6. 7. Anhang Geschichte Liedtext Arbeitsauftrag Lied Wir tragen dein Licht 12 2 1. 1.1 Didaktische berlegungen Aussagen des Lehrplans Der Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an Grundschulen legitimiert dieses Unterrichtsvorhaben im Rahmenthema Sehen Fragen Glauben. Es wird deutlich ausgesagt dass das Thema Licht aus dem Sachunterricht in seinem Symbolwert für den Religionsunterricht fruchtbar gemacht werden kann.1 Des Weiteren wird angefügt dass Symbole wie Wasser Dunkelheit Licht Atem Wind und Feuer nicht als Stunden oder Wochenthemen aufgefasst werden die einen festgelegten Ort nur im 1. Schuljahr haben sondern sie durchziehen die Religionsstunden aller Schuljahre wie ein roter Faden an den so oft angeknüpft werden sollte wie sich Gelegenheit bietet. 2 Der Grundlagenplan für den Religionsunterricht gibt an dass ein sinnenhafter und handlungsorientierter Unterricht die Sensibilität für die Sprache der Symbole fördert. Es soll darum gehen Symbole zu vergegenwärtigen sie wahrzunehmen und zu erleben sich symbolisch auszudrücken sie zu deuten und zu hinterfragen. 3 Dabei macht der Umgang mit Symbolen eine innere Ruhe notwendig. 1.2 Gegenwarts Zukunftsbedeutung Exemplarität Symbole können lebensförderlich verwendet werden. Sie helfen dem Menschen zusammen mit der wahrgenommenen Wirklichkeit sich selbst in seinen Lebenszusammenhängen zu sehen. Die Auseinandersetzung mit ihnen im Unterricht hat eine existenzerschließende und Lebensorientierung eröffnende Chance und Aufgabe. 4 Dabei sollen Zugänge zur biblisch christlichen Glaubenstradition entstehen und zwar in Verbindung mit dem gegenwärtigen Leben der Kinder. Symbole haben schon immer im Dasein der Menschen eine wesentliche Rolle gespielt und sind ein wichtiges Medium des religiösen Ausdrucks. Sie sprechen den ganzen Menschen an und setzen Gefühle frei. Das Lichtsymbol ist ein repräsentatives Symbol das sich den SchülerInnen unmittelbar zeigt und ihren Sinneserfahrungen zugänglich ist. Die meisten Menschen verbinden dementsprechend Licht spontan mit Weihnachten Kerzen Lichterketten Sternen. Licht ist emotional durch Eigenschaften wie warm hell gemütlich... besetzt. 5 Das Gegensatzpaar Licht und Dunkelheit ist Grundschulkindern von ihrer eigenen Erfahrungswelt her vertraut und deshalb ist ihnen die Lichtsymbolik leicht zugänglich. 6 In ihrem Leben machen Kinder Erfahrungen mit unterschiedlichen Abstufungen von hell und dunkel. Der Gedanke an absolute Dunkelheit zum Beispiel beim Einschlafen macht ihnen oft Angst. Kinder haben schon früh Interesse an bewegtem Licht weshalb Kerzenlicht einen besonderen Reiz ausübt. Der Unterrichtsgegenstand ist den SchülerInnen besonders in der Adventszeit zugänglich weshalb die Unterrichtseinheit direkt an den momentanen Erfahrungen der Kinder anknüpft. Sie machen durch die kürzer werdenden Tage eigene Erfahrungen mit Licht und Dunkelheit. Die bertragung der Dunkelheit auf das Leben von Menschen und die Erkenntnis dass mit guten Handlungen Licht in ihr Leben gebracht werden kann ist ein Ziel der vorliegenden Stunde. 1.3 1 2 Sachstruktur vgl. Lehrplan Katholische Religion Grundschule S. 23 ebd. S. 34 3 Deutsche Bischofskonferenz Grundlagenplan für den katholischen RU in der Grundschule S. 28 4 Freudenberg Hans Biblische Symbole erschließen mit Religionsunterricht praktisch S. 5 5 Freudenberg Hans Religionsunterricht praktisch 1. Schuljahr S. 80 6 Bihler Elsbeth Symbolkreis Licht S. 47 3 Der Begriff Symbol stammt von dem griechischen Wort symballein ab und bedeutet zusammenwerfen zusammenlegen oder zusammenfügen. Entsprechend dazu wird das Nomen symbolon mit Merkmal Kennzeichen oder Wahrzeichen übersetzt. Weidmann benutzt folgende Definition Symbole sind sprachliche gegenständliche oder abstrakte Bilder die Sinn erfahrbar machen. 7 Einige wichtige Kennzeichen von Symbolen sollen an dieser Stelle genannt werden nach P. Biehl Symbole haben Hinweischarakter und eine ambivalente Wirkung sie sind nicht ersetzbar und müssen sozial eingebettet sein. Außerdem repräsentieren sie eine andere Wirklichkeit und erschließen dabei tiefere Dimensionen dieser Wirklichkeit. Nach H. Halbfas haben Symbole drei wichtige Wirkungsweisen die Konfliktlösungsfunktion die Orientierungs und die Vermittlungsfunktion. Licht ist nicht nur ein christlicher Begriff sondern ein Symbol das in vielen Kulturen und Religionen aufgegriffen wird. Diese mögen noch so vielfältig und verschieden sein die Bedeutung die dem Licht zugeschrieben wird ist in allen Religionen ähnlich. Es wird gesehen als Medium der himmlischen Welt. Schon im Schöpfungsbericht der Bibel steht es an erster Stelle Es werde Licht. Christus wird als das Licht der Welt bezeichnet Joh 8 12 . Man kann also sagen Symbole sind Medien der Glaubenserfahrung. 8 Deshalb kann diesem Thema auch im Religionsunterricht ein breiter Rahmen eingeräumt werden. Die Erfahrung dass jeder dunklen Nacht ein neuer Tag folgt spricht dem Licht Zuversicht zu. Demnach bedeutet Licht Leben Orientierung und Wärme. Damit gehört es zu den Ursymbolen der Menschheit. 9 Im Sinne eines Wegweisers in der Dunkelheit dient es der Orientierung. Licht und Dunkelheit stehen in einem Spannungsverhältnis zueinander. Sie sind voneinander abhängig das eine könnte ohne das andere nicht existieren. Auch in der Liturgie und im Brauchtum des Kirchenjahres ist die Lichtsymbolik allgegenwärtig am Adventskranz dem Weihnachtsbaum dem Licht der Osternacht im Gottesdienst. Die Lichtsymbolik verdichtet sich in den beiden größten Fest zeit en des Kirchenjahres Weihnachten und Ostern. 10 1.4 Aufriss der Unterrichtseinheit Die vorliegende Unterrichtsstunde Tragt in die Welt nun ein Licht Ganzheitliche Erschließung des Symbols Licht bildet die sechste Stunde innerhalb der Einheit zum Thema Licht sein Auseinandersetzung mit der Mehrdimensionalität des Symbols Licht . Der erste und der dritte Themenbereich wurden jeweils zweistündig behandelt. Thema Groblernziel Licht und Dunkelheit Bewusstes Erleben Die SchülerInnen sollen für den Kontrast realer Licht und Dunkelheitserfahrungen zwischen Licht und Dunkelheit sensibilisiert werden. durch sinnenhaftes Nacherleben In meinem Herzen kann es hell oder Die SchülerInnen sollen versuchen ihre Gefühle dunkel sein bezüglich eigener Licht und Dunkelheitserleb7 8 Weidmann Fritz Didaktik des Religionsunterrichts S. 190 ebd. S. 189 9 Bihler Elsbeth Symbolkreis Licht S. 47 10 ebd. 4 nisse zu verbalisieren. Kreative Auseinandersetzung mit dem Die SchülerInnen sollen die adventliche Botschaft Symbol Licht anhand der Geschichte Als vom Licht das in die dunkle Welt kommt ganzdie Sonne in das Land Malon kam heitlich erfahren. Tragt in die Welt nun ein Licht Ganz Die SchülerInnen sollen erkennen dass das Anheitliche Erschließung des Symbols nehmen anderer Licht in deren Dunkelheit bringt Licht und auch für das eigene Leben erhellend sein kann. Jesus Ursprung des Lichts Die Bot Die SchülerInnen sollen die Botschaft der Weihschaft der Weihnachtsgeschichte in der nachtsgeschichte für ihr eigenes Leben deuten heutigen Zeit lernen. Wir feiern gemeinsam ein Lichterfest Die SchülerInnen sollen ihre erworbenen Erkenntnisse in einem selbst geplanten Fest umsetzen. 2. 2.1 Lerngruppe und Arbeitsbedingungen Sachkompetenz Bezüglich des Symbolverständnisses der SchülerInnen lässt sich Folgendes darstellen Nach der Stufentheorie von James W. Fowler11 befinden sich Kinder im Alter zwischen 9 und 12 Jahren auf der Stufe des mehrdimensional symbolischen Verstehens. Das heißt sie erkennen die vorgegebenen Symbole an z. B. die von der Kirche her bekannt sind. Dieses Symbolverständnis bezeichnet man als konventionell. Die SchülerInnen verstehen also die übertragene Bedeutung eines Symbols in dem Maß wie ihnen formal operatorisches Denken möglich ist. Erklärungen werden noch nicht verstanden sie müssen wirklich erfahren werden. Deshalb habe ich diese Unterrichtseinheit auch mit realen Licht und Dunkelheitserfahrungen begonnen um den SchülerInnen einen ganzheitlichen Umgang mit dem Symbol zu ermöglichen und auch ihr eigenes Befinden zu Licht und Dunkelheit auszudrücken. Kreativ arbeiten konnten die Kinder in den beiden folgenden Stunden in denen es um gestalterische Aufgaben in Bezug auf die Geschichte Wie die Sonne in das Land Malon kam ging. Hier wurde auch ein Rollenspiel integriert so dass die SchülerInnen diesbezüglich nicht ganz unerfahren sind. Außerdem besuchen mehrere Kinder der Klasse eine Theatergruppe. Das gemeinsame Abschlusslied Wir tragen dein Licht 12 wurde in der vorangegangenen Stunde eingeübt. Da es vom Text her recht einfach ist sehe ich hierbei keine Probleme. 2.2 Sozial kommunikative Kompetenz 11 12 vgl. Seminarbeitrag Symbole im Religionsunterricht CD Hört ihr alle Glocken läuten Lied Wir tragen dein Licht 5 Die Religionsgruppe setzt sich aus den 21 katholischen SchülerInnen der Klassen 4 a und 4 b zusammen. Davon sind zwölf Mädchen und neun Jungen. Ein Mädchen kam vor etwa vier Wochen von einer anderen Schule hinzu. Die Gruppe die seit der 2. Klasse besteht habe ich zu Beginn des Schuljahres 2001 2002 mit drei Wochenstunden neu übernommen. Die SchülerInnen der 4 a kenne ich bereits vom Deutschunterricht in der 3. Klasse. Auf die Einhaltung der Gesprächs und Arbeitsregeln müssen die Kinder zeitweise oft hingewiesen werden da einige von ihnen nicht immer in der Lage sind ihr Mitteilungsbedürfnis zu steuern. Deshalb kann es auch mitunter zu Störungen kommen die eine Ermahnung nötig werden lassen. Das gegenseitige Aufrufen die Meldekette funktioniert mittlerweile gut wobei noch darauf geachtet werden muss dass nicht immer dieselben Kinder genannt werden und sich möglichst Mädchen und Jungen abwechseln. Die Mitarbeit vieler SchülerInnen ist gut und regelmäßig wobei ich nicht beurteilen kann wie die Kinder während der Prüfungssituation reagieren da die Hälfte der Klasse diesbezüglich noch unerfahren ist. Besonders nach der Pause kann es zu kleinen Konflikten innerhalb der Gruppe kommen die teilweise eine Klärung am Anfang der Stunde nötig machen. 2.2 Selbstkompetenz Timo Katharina Luisa und Armine fallen durch ein reges Interesse am Religionsunterricht auf das sich durch eine intensive Mitarbeit und Erledigung freiwilliger Aufgaben zeigt. Auch sprachlich können sie sich zum Teil sehr gut ausdrücken. Mehrere Kinder der Gruppe sind als Messdiener und bei Aktivitäten der Kirche aktiv und allgemein sehr an den Themen interessiert und zur Mitarbeit bereit. Es gibt aber auch einige zurückhaltendere SchülerInnen die sich eher in der Stillarbeit einbringen und dort ihre Ideen entwickeln und zum Ausdruck bringen. Saschas und Daniels Interesse am Unterricht ist sehr schwankend. Manchmal fallen sie durch extreme Unlust und Ablehnung gegenüber dem Fach Religion auf. Dann beteiligen sie sich nicht an Gesprächen und zeigen eine unzureichende Arbeitshaltung. Um die Aufmerksamkeit ihrer Mitschüler zu erlangen fallen sie mitunter durch bewusste Störungen Hereinrufen und Beschäftigung mit fachfremden Dingen auf. Teilweise lassen sich Stefan Kevin und Niko von ihnen zum Mitmachen animieren. Zu Stefan ist weiterhin anzumerken dass er sich gerne in den Vordergrund stellt zeitweise sehr gut mitarbeiten kann aber eine geringe Frustrationstoleranz aufweist falls er nicht sofort das Wort erhält. 2.4 Methodenkompetenz Die SchülerInnen sind in der Bildung eines Sitzkreises geübt jedoch ist darauf zu achten dass bestimmte Kinder nicht nebeneinander Platz nehmen. Einigen bereits oben genannten Jungen fällt es schwer im Kreis die nötige Ruhe zu bewahren und sie werden deshalb manchmal gebeten das Geschehen von ihrem Platz aus zu verfolgen. Partnerarbeit ist ein regelmäßiger Bestandteil nicht nur des Religionsunterrichts und wird im Allgemeinen gerne ausgeführt. Auch hier gilt es auf die Zusammensetzung der Arbeitsgemeinschaft zu achten um zu entsprechenden positiven Ergebnissen zu gelangen. Es wurde versucht die Methode des Rollenspiels häufiger anzuwenden zuletzt beim Nachspielen wichtiger Szenen aus der Geschichte Wie die Sonne in das Land Malon kam . Einige SchülerInnen sind in der Lage dies recht gut durchzuführen. Die beiden Tücher die stellvertretend für Licht und Dunkelheit stehen sind bereits aus den vorangegangenen Stunden bekannt. 2.5 Räumlich mediale Voraussetzungen und Grenzen 6 Der Unterricht findet im Klassenraum der 4 a statt in dem die Tische bis vor vier Wochen in Gruppen mit vier oder sechs Sitzplätzen angeordnet waren. Nun entschied die Klassenlehrerin sich für eine U Form woran sich die Kinder schnell gewöhnt haben. Die SchülerInnen wählen sich meist jede Stunde einen neuen Platz aus so dass sie mit wechselnden Partnern zusammenarbeiten können. In der Mitte des Raumes wurde eine hinreichend große Freifläche zur Bildung eines Stuhloder Bodenkreises geschaffen so dass keine Tische zur Seite geschoben werden müssen. Die Tafel wird nicht benötigt. Als Medien in dieser Stunde dienen vor allem eine Lehrererzählung Tücher in zwei Farben eine große Kerze und Teelichter in selbst hergestellten Sternleuchtern Papierformen zum Beschriften und diverses Bastelmaterial das auf einem Tisch bereitgelegt wird. 2.6 Eingeführte Regeln und Rituale Die üblichen Gesprächs und Arbeitsregeln sind den SchülerInnen bekannt und hängen zur Erinnerung in Plakatform an der Innenseite der Tafel. Falls ein Kind gegen die Regeln verstößt und auch einen Hinweis darauf nicht annimmt wird es unter ein traurig schauendes Gesicht an die Tafel geschrieben. Zusätzlich können Namen von SchülerInnen die ein sehr positives Verhalten gezeigt haben unter einem lachenden Gesicht notiert werden. Des Weiteren stehen einige Symbolkarten zum Aufhängen an der Tafel zur Verfügung das Stillezeichen ein Ohr zum Zuhören und ein Zeichen für den Stuhlkreis. Bei Unterrichtsgesprächen oder dem abwechselnden Vorlesen machen die SchülerInnen sehr gerne von der Meldekette Gebrauch. Als Abschlussritual wurde während dieser Unterrichtseinheit jeweils ein thematisch passendes Lied gesungen um die Stunde inhaltlich abzurunden. 3. 3.1 Ziele Lern und Handlungsschwerpunkte Grobziel Lernschwerpunkt Die SchülerInnen sollen erkennen dass das Annehmen anderer Licht in deren Dunkelheit bringt und auch für das eigene Leben erhellend sein kann. 3.2 Feinziele Die SchülerInnen sollen ... der Lehrererzählung aufmerksam folgen können und ein mögliches Ende vermuten. ... ihre Idee in einem Rollenspiel umsetzen. ... versuchen die Gefühle von Menschen die manchmal in der Dunkelheit leben zu verbalisieren. ... überlegen in welcher Form sie für andere ein Licht sein können und ihre Gedanken in Partnerarbeit verschriftlichen können. ... ihre Ergebnisse in einem Symbolspiel mit ihrem Partner vorstellen. ... die gewonnenen Erkenntnisse in dem Lied Wir tragen dein Licht zum Ausdruck bringen. 4. Methodisches Arrangement 7 4.1 Begründende Darstellung der Methodenkonzeption In dem kurzen Rollenspiel nach dem Vortrag der Geschichte sollen sich die SchülerInnen in die Person des alten Mannes und der beiden Kinder hineinversetzen um so besser deren Gefühle verstehen zu können. Dabei entwerfen sie ein Ende der Geschichte das ihren eigenen Vorstellungen entspricht. Da diese Methode noch relativ neu für die Kinder ist wird eher mit zurückhaltenden ußerungen von Seiten der vorspielenden SchülerInnen gerechnet. Für diese Stunde wurde während der Vertiefungsphase die Partnerarbeit gewählt da die SchülerInnen sich wieder verstärkt im sozialen Miteinander üben sollen. Durch die Anfangserzählung in der zwei Kinder eine wichtige Rolle spielen bietet sich eine Partnerarbeit als inhaltliche Fortführung außerdem gut an. Die SchülerInnen sollen dabei gemeinsam eine Idee entwickeln und versprachlichen wie sie selbst für einen Menschen ein Licht in der Dunkelheit sein könnten. In der sich anschließenden gemeinsamen Bastelarbeit stellen sie einen Teil eines Gemeinschaftswerkes her das später in der Mitte des Bodenbildes seinen Platz findet ein Tannengesteck mit Kerzenanhängern und zum Stundenthema passenden Spruchbändern. Dabei sollen sich die SchülerInnen einigen wer für welche Bastelarbeit verantwortlich ist. Das Lied am Ende verdichtet die Aussage der Stunde und führt zu einem meditativen ruhigen Ausklang derselben. 4.2 Darstellung der Lernschritte Bei meinen Ausführungen möchte ich mich auf die Darstellung der Erarbeitungsphase konzentrieren da sie wesentlich ist für den Fortlauf der Stunde. Die weiteren Phasen erfahren eine kurze Darstellung. Hinführung Nach der Begrüßung versammeln sich die Kinder im Stuhlkreis in der Mitte des Klassenzimmers und hören dem Lehrervortrag zu einer Geschichte deren Ende zunächst offen bleibt. Die SchülerInnen erhalten die Möglichkeit sich frei zu dem Gehörten zu äußern. Erarbeitung In einer kurzen Phase der Besinnung sollen sich die Kinder mit ihrem Partner ein mögliches Ende der Geschichte überlegen. Paare die ihr Ergebnis anschließend in einem kleinen Rollenspiel vortragen möchten erhalten dazu in einem angemessenen Zeitrahmen Gelegenheit. Dabei wählen sie sich noch ein drittes Kind aus das den alten Mann spielt. Die Vorführungen sollen unkommentiert bleiben denn danach setze ich das Erzählen der Geschichte fort. Die SchülerInnen hören das wirkliche Ende und vergleichen es mit ihren Lösungsvorschlägen. Nun wird ein schwarzes Tuch in die Mitte gelegt sowie darauf die Umrissfigur eines Menschen auf der die Wörter alter Mann geschrieben stehen. Die SchülerInnen assoziieren dass der Mann zurzeit in der Dunkelheit lebt. Nachdem eine zweite Figur auf dem Tuch platziert wurde sammeln die Kinder weitere Beispiele für Menschen in Not und beschriften die Figuren entsprechend ihren Vorschlägen. Sie äußern sich zu deren Gefühlen und notieren passende Wörter auf Herzen die sie zu den Figuren legen. Anschließend wird ein gelbes Tuch neben dem schwarzen Stoff ausgebreitet und eine Kerze in die Mitte gestellt. Als berleitung zur Partnerarbeit spreche ich beim Entzünden der Kerze einen kurzen Liedtext der auf einer Karte dazu gelegt wird. Die SchülerInnen nennen davon angeregt einige Möglichkeiten wie sie selbst für diese Menschen ein Licht sein können. Falls nötig erinnere ich dabei noch einmal an die Geschichte und leite zur folgenden Partnerarbeit über die nur stichwortartig erläutert wird da die Kinder die Arbeitsanweisung auch noch einmal nachlesen können. 8 Vertiefung Jede Partnergruppe sucht sich nun eine Figur aus erhält einen Umschlag mit einem Arbeitsauftrag einem Sonnenstrahl und einer Herzform. Die SchülerInnen kehren auf ihre Sitzplätze zurück. Auf dem Strahl notieren sie eine Idee wie sie für diesen Menschen ein Licht sein können und schreiben auf das Herz wie sich diese Person danach fühlen könnte. Anschließend basteln sie gemeinsam einen Kerzenanhänger aus Tonpapier und stellen ein Spruchband her. Die Kerzen können nach Fertigstellung an Tannenzweigen aufgehängt werden. Mit den Spruchbändern werden der Strauß oder das schwarze Tuch dekoriert. Präsentation Auf ein Zeichen hin kommen die Kinder paarweise im Bodenkreis zusammen und bringen ihre Arbeitsergebnisse mit. Zunächst werden eventuell die restlichen Kerzenanhänger aufgehängt und die Spruchbänder verteilt. Nun stellen die Paare ihre Idee nacheinander vor legen den Sonnenstrahl die Figur und das Herz auf dem schwarzen Tuch ab und entzünden ein Teelicht. Abschluss Zum Abschluss der Stunde stellen sich die SchülerInnen um ihr gemeinsames Bodenbild auf und singen das Lied Wir tragen dein Licht . Dabei bewegen sie sich im Kreis vorwärts beim Singen des Refrains bleiben sie stehen und reichen die Kerze aus der Mitte weiter. Anschließend verabschieden wir uns voneinander. 5. Unterrichtsskizze Unterrichtsgeschehen Meth. did. Erläuterungen Stuhlkreis zum Lehrervortrag. schwarzes und gelbes Tuch Umrissfiguren von Rollenspiel mit Menschen aus anschließender dunkelgrauem Fortsetzung der Fotokarton FilzLehrererzählung. stifte Herzen aus hellgrauem Tonpapier Kerze Schwarzes Tuch Liedtext. steht für Dunkelheit. Zeit Phase Medien Geschichte Hinführung L und Sch begrüßen sich. 6 Min Sch versammeln sich im Stuhlkreis. L erzählt eine Geschichte zu der sich Sch frei äußern können. Erarbeitung Sch erhalten den Auftrag sich mit ihrem 17 Min Partner ein Ende der Geschichte zu überlegen. Sch spielen ihren Vorschlag jeweils zu dritt vor. L setzt ihre Erzählung fort. Sch vergleichen das Ende mit ihren Ideen. L legt ein schwarzes Tuch in die Kreismitte und platziert darauf eine Figur mit der Aufschrift alter Mann und eine weitere. Sch äußern sich dazu. Sch nennen weitere Beispiele für Menschen in Not und beschriften die leeren Figuren entsprechend. Sch beschreiben die Gefühle der Personen 9 und notieren passende Wörter auf Herzformen. Alle Figuren und Herzen werden auf das schwarze Tuch gelegt. L breitet ein gelbes Tuch aus zündet eine Kerze an und spricht einen kurzen Liedtext. Sch nennen nun Beispiele wie sie für diese Menschen ein Licht sein können. L erläutert kurz die folgenden Aufgaben für die Partnerarbeit. Festigung 14 Min Gelbes Tuch steht für Licht. Liedtext dient als berleitung zur Partnerarbeit. Figuren Umschlag mit Arbeitsauftrag Sonnenstrahl aus gelbem Fotokarton Herz aus gelbem Tonpapier rotes und gelbes Tonpapier für die Kerzen Schnur Spruchbänder aus gelbem Papier Stifte Schere Klebstoff Vase mit Tannenzweigen. Sch kehren mit dem Arbeitsmaterial an ihre Tische zurück. Auf einem Sonnenstrahl notieren sie ihren Partnerarbeit Vorschlag wie sie das Licht zu einem Menschen bringen können. Auf das Herz schreiben sie das Gefühl das die Person dabei haben könnte. Anschließend basteln sie eine Kerze und schreiben den Spruch Tragt in die Welt nun ein Licht auf eine Vorlage. Die Bastelarbeiten werden nach Fertigstellung an einem Tannengesteck aufgehängt bzw. auf das schwarze Tuch gelegt. Präsentation Sch versammeln sich im Bodenkreis. 9 Min Die Paare stellen sich jeweils gegenüber auf lesen ihre Idee vor und legen den Sonnenstrahl zusammen mit dem Herz und der Figur auf dem schwarzen Tuch ab. Ein Sch entzündet dabei ein Teelicht und reicht es dem zweiten Sch zum Abstellen auf der dunklen Seite. Abschluss 4 Min L und Sch stellen sich im Kreis um das Bodenbild auf. L nimmt die große Kerze in die Hand und singt mit den Sch das Lied Wir tragen dein Licht . Während den Strophen gehen L und Sch dabei langsam im Kreis und reichen beim Refrain die Kerze von Hand zu Hand weiter. L verabschiedet sich von Sch. Sitzkreis auf Teelichter und Erdem Boden zur gebnisse der Partgemeinsamen nerarbeit. Fertigstellung des Bodenbildes. Besinnlicher Ausklang der Stunde durch ein Lied. Lied Wir tragen dein Licht von D. Jöcker CD Player Kerze. 6. o Verwendete Literatur Beck Michaela Schulte Büttner Barbara Mit Licht und Dunkel durch die Adventszeit. In Grundschulmagazin 11 2000 S. 23 25 10 o o o o o o o o o o o o Bihler Elsbeth Symbolkreis Licht. Limburg Lahn Verlag 1999 Buck Elisabeth Kommt und spielt 2. Bewegter Religionsunterricht im 3. und 4. Schuljahr. Göttingen Vandenhoeck Ruprecht 2001 Freudenberg Hans Religionsunterricht praktisch. 1. Schuljahr. Göttingen Vandenhoeck Ruprecht 1998 Freudenberg Hans Pfeifer Anke Biblische Symbole erschließen mit Religionsunterricht praktisch. Göttingen Vandenhoeck Ruprecht 2000 Freudenberg Hans Freiarbeit mit Religionsunterricht praktisch. 3. und 4. Schuljahr. Göttingen Vandenhoeck Ruprecht 2001 Detlev Jöcker Hört ihr alle Glocken läuten. CD Münster Menschenkinder Verlag Kett Franz Mit Jesus kommt das Licht zu uns. Religionspädagogische Praxis 1996 4. Landshut Religionspädagogische Arbeitshilfen GmbH 1996 Kultusministerium Rheinland Pfalz Mainz Hrsg. Lehrplan Katholische Religion Grundschule. Grünstadt Sommer Verlag 1983 Seminarbeitrag Symbole im Religionsunterricht Steinwede Dietrich Ryssel Ingrid Symbole spielen und erzählen. Gütersloh Gütersloher Verlagshaus 2001 Weidmann Fritz Didaktik des Religionsunterrichts. Donauwörth Auer 1992 Zentralstelle Bildung der Deutschen Bischofskonferenz Hrsg. Grundlagenplan für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule. München Deutscher Katechetenverein 1998 7. Anhang 11 Eines Mittags kommen die Geschwister Lena und Max begeistert aus der Schule. Ihre Mutter wartet schon mit dem Mittagessen aber die beiden wollen zuerst erzählen was sie heute tolles gespielt haben. Das Spiel heißt Lichter Wandern . Max erklärt es seiner Mutter Also dazu braucht man eine Kerze die brennen muss. Einer hat sich hingelegt wie ein Kranker dann haben wir an seiner Tür geklopft und ihm mit den Teelichtern in der Hand zum Beispiel ein Lied gesungen. Das Licht haben wir ihm dann geschenkt. Und Lena sagt noch Ja und der Kranke musste sich dann immer ganz doll freuen. Mama ruft Max können wir das nicht auch einmal wirklich machen nicht nur spielen Wir haben schon den ganzen Heimweg darüber nachgedacht. Mama meint Das ist eine gute Idee von euch. Ihr könntet doch heute Abend einmal zu dem alten Herrn Lang gegenüber gehen. Seit seine Frau gestorben ist ist er immer so alleine und traurig. Wollt ihr ihm einmal eine Freude machen Lena und Max finden das prima und bereiten alles für den Abend vor. Als es dunkel wird zünden die beiden zwei Teelichter an nehmen sie in die Hand und gehen über die Straße. An der Haustür von Herrn Lang müssen sie einen Moment warten bis der alte Mann öffnet. Dann fangen Lena und Max an zu singen. Die Augen von Herrn Lang beginnen richtig zu leuchten. Ihr kommt zu mir Das ist ja eine Freude sagt er leise. Max und Lena laden ihn für den nächsten Sonntag zu Kaffee und selbstgebackenen Plätzchen ein und Herr Lang strahlt über das ganze Gesicht. nach Wolfgang Longhardt Nicht nur Kerzen können leuchten. Aus Freudenberg Hans Religionsunterricht praktisch.1. Schuljahr. Göttingen Vandenhoeck Ruprecht 1998. S. 93 Ein Licht in unsrer Mitte lässt leuchten seinen Schein. Wie können wir ihm ähnlich ein wenig leuchtend sein Ein wenig wie es strahlen in unsre Dunkelheit ein wenig Freude schenken in unsrer dunklen Zeit. aus Kett Franz Mit Jesus kommt das Licht zu uns. Religionspädagogische Praxis 1996 4. Landshut Religionspädagogische Arbeitshilfen GmbH 1996. S. 54 12 Arbeitsauftrag 1 Schreibt auf den Sonnenstrahl zu wem ihr ein Licht tragt und was ihr euch ausdenkt um dem anderen Menschen eine Freude zu machen. Schreibt in der Ich Form. Beispiel Meiner neuen Mitschülerin helfe ich bei den Hausaufgaben. 2 Schreibt auf das Herz wie sich dieser Mensch dann fühlen könnte ein Wort genügt. 3 Bastelt eine Kerze zum Aufhängen an dem Tannenstrauß und stellt ein Spruchband her auf das ihr den Satz Tragt in die Welt nun ein Licht schreibt. Das Material dazu liegt vorne auf dem Tisch bereit. 13 Wir tragen dein Licht 1 Wir tragen dein Licht wir tragen dein Licht in die Welt hinein dann wird es nicht länger dann wird es nicht länger länger mehr dunkel sein. Refrain Von einer Hand zur andern Hand geht dein Licht über unser Land. Von einer Hand zur andern Hand über unser Land. 2 Wir tragen dein Licht wir tragen dein Licht in die Welt hinaus und tragen es weiter und tragen es weiter weiter von Haus zu Haus. Refrain 3 Es leuchtet dein Licht es leuchtet dein Licht in der Dunkelheit und schenkt neuen Mut und schenkt neuen Mut Mut und Geborgenheit. Refrain 14 J. Schwarz Religion Grundschule Lehrprobe Referendariat Studium Seminar und Schule Fachunabhängig

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Fach Nicht Fachbezogen
Schulform Schulformübergreifend
Klassenstufen keiner Klassenstufe zugeordnet
Methodik keiner Methodik zugeordnet
Materialtyp kein Materialtyp angegeben
Binnendifferenziert Nein
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Veröffentlicht 20.02.2011
Beschreibung des Unterrichtsmaterials
14-seitige Ausarbeitung einer Lehrprobe.

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