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Naturgewalten: Lernzirkel - Lehrermaterial
Autor: Oldenbourg-Klick, 2011 6 Autorenpunkte Fach: Geographie
Weitere Materialien zu: Gruppenarbeit, monsun, Erdkunde, Sekundarstufe, Geographie, Erdbeben, Klasse 8, Lernzirkel, Stationen, Vulkan, Lehrermaterial, Klasse 7, Unterrichtsstunde, Binnendifferenziert, Werkstattarbeit/Stationenlernen
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Naturgewalten Lernzirkel Lehrermaterial Lehrermaterial Naturereignisse haben zunehmend Auswirkungen auf den Lebensraum des Menschen. Dieser Lernzirkel beschäftigt sich mit den Naturereignissen Vulkanismus Erdbeben und Monsun. Den Schülerinnen und Schülern wird bewusst dass natürliche Faktoren und menschliches Handeln für die folgenschweren Auswirkungen auf unseren Lebensraum verantwortlich sein können. Ihnen wird die Notwendigkeit und Begrenztheit von Vorsorgemaßnahmen deutlich. Weitere Informationen und Materialien finden Sie unter http www.oldenbourg klick.de smz20060440 7 8 Erdkunde Praxis Naturgewalten In der Gruppe arbeiten mit einem Lernzirkel Anja Hartwig Naturereignisse haben zunehmend Auswirkungen auf den Lebensraum des Menschen. Den Schülerinnen und Schülern wird bewusst dass natürliche Faktoren und menschliches Handeln für die folgenschweren Auswirkungen auf unseren Lebensraum verantwortlich sein können. Ihnen wird die Notwendigkeit und Begrenztheit von Vorsorgemaßnahmen deutlich. Lernzirkel Naturgewalten Lernziele Allgemeines zu Lernzirkeln Eine Form des Offenen Unterrichts ist der Lernzirkel. Das Grundprinzip des Lernens an Stationen besteht darin dass die Lehrkraft einen Themenbereich so aufbereitet dass sich abgeschlossene kurze Einheiten ergeben die einzelnen Lernstationen die die Schüler dann selbstständig mithilfe didaktisch aufbereiteten Materials bearbeiten. Als Informationsträger können unterschiedliche Materialien zur Verfügung stehen z. B. Informationstexte Modelle Abbildungen Lexika Tonbandaufnahmen oder ein Film. Die Lehrkraft hält sich während der Arbeitsphase weitgehend im Hintergrund steht aber bei Fragen und Problemen als Ratgeber zur Verfügung. Ebenso ist es ihre Aufgabe als Organisator für einen reibungslosen Ablauf der Stunden zu sorgen und sich ständig über den Lernstand der Schülerinnen und Schüler zu informieren. Sie kann ihre Schüler beobachten ihre Stärken und Schwächen bei der selbstständigen Arbeit erkennen und Lehrer Schüler Gespräche führen. Die geeignete Sozialform ist die Gruppenarbeit. Zwei Formen hen. Dies macht eine vorgegebene Reihenfolge der Stationen notwendig. Der Aspekt der Wahlfreiheit fällt hier weg. Der offene Lernzirkel bietet den Kindern dagegen die Möglichkeit sich nach Interessenlage eine Station zu wählen und in beliebiger Reihenfolge fortzufahren. Die einzelnen Stationen müssen zu diesem Zweck weitgehend abgeschlossen sein und dürfen sich nicht zu stark aufeinander beziehen. Sicherlich können auch Stationen doppelt sein sodass die Gruppenstärke geringer gehalten werden kann trotzdem aber alle Schüler auf dem gleichen Stand sind. Grundvoraussetzung Gerade im Fach Geschichte Sozialkunde Erdkunde sind fachgemäße Arbeitsweisen verbindliche Unterrichtsinhalte. Beim Lernen an Stationen werden sie intensiv geübt und beständig weiterentwickelt. Dazu gehören Arbeiten und Umgang mit Texten Auswerten von Bildern Arbeiten mit Karten Grafiken Statistiken und Objekten wie z. B. Globus oder Modell. Der Lernzirkel Naturgewalten besteht aus folgenden in sich abgeschlossenen Stationen Vulkane Erdbeben Monsun. Hinweis Zu den drei Stationen gibt es zahlreiches aktuelles Bildmaterial das zu den einzelnen Stationen hinzugefügt werden kann. Beim Versuch mit dem kochenden Wasser und einem Kochdeckel müssen die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Literatur Bönsch M. Offener Unterricht in der Primar und Sekundarstufe 1. Hannover 1993 Erhart J. Erhart M. Stationentraining als motivierende Unterrichtsform. In Pädagogische Welt H. 10 1996 Jürgens E. Erprobte Wochenplan und Freiarbeit in der Sekundarstufe I. Heinsberg 1994 Thom W. Lernzirkel allgemein. In Akademie für Lehrerfortbildung Dillingen Donauwörth 1994 Man unterscheidet zwei Formen von Lernzirkeln den offenen und den geschlossenen. Der geschlossene Lernzirkel ist dadurch gekennzeichnet dass sich einzelne Stationen aufeinander bezie Für das Gelingen eines Lernzirkels muss das Beherrschen der entsprechenden Arbeitstechniken durch die Schülerinnen und Schüler vorausgesetzt werden. Diese Arbeitstechniken wie Materialbeschaffung Arbeiten mit Schul oder Lehrbuch planmäßiges Vorgehen bei der Bearbeitung einer gestellten Aufgabe sachgerechtes Protokollieren etc. müssen den Schülern vorher vermittelt und mit ihnen eingeübt werden. Bei Klassen denen die Lernzirkelarbeit nicht vertraut ist kann es vorkommen dass der erste Lernzirkel nicht so abläuft wie er von der Lehrkraft geplant wurde. Erst durch regelmäßige Lernzirkelarbeit wird eine größere Effektivität dieser Unterrichtsform erreicht und können die Schüler die benötigten Arbeitstechniken entwickeln und einüben. Materialien im Internet M 1 M 5 Stationen 1 3 Anja Hartwig Lehrerin Sonnenstraße 1 a 84061 Ergoldsbach 40 Schulmagazin 5 bis 10 4 2006 Erdkunde 7 8 Vulkanismus Wenn du Station 2 noch nicht bearbeitet hast lies zunächst Text 1 durch. Station 1 Text 1 Die feste Erdkruste schwimmt auf dem zähflüssigen Material des Erdmantels. Die Erdkruste ist keine ganze Schicht sie besteht aus einzelnen Platten die sich ständig verschieben. Sie können sich aufeinander zu voneinander weg oder aneinander vorbeibewegen. Es gibt sieben große und verschiedene kleine Platten siehe Plattenkarte M 2 . Lies den folgenden Text über Vulkane genau durch. Unterhalb der festen und relativ dünnen Erdkruste befindet sich der Erdmantel. Hier herrschen Temperaturen zwischen 1 .000 und 1 .500 Grad. Die Gesteine des Erdmantels beginnen bei diesen Temperaturen zu schmelzen sodass eine zähflüssige Gesteinsmasse entsteht. Diese nennt man Magma. Das Magma bewegt sich und steht unter sehr hohem Druck. Es wird durch Spalten und Risse in der Erdkruste nach oben an die Oberfläche gedrückt. Vulkane entstehen. Sie sind Löcher oder Vertiefungen in der Erdkruste. Magma sammelt sich in einer Kammer unter der Erdkruste. Der Druck steigt. Heiße Gase versuchen zu entweichen sie sind aber im Magma eingeschlossen. Es kommt zur Blasenbildung. Irgendwann kann der Druck zu stark werden. Es kommt zur Explosion und zum Ausbruch des Vulkans Die Gase befreien sich Erdbestandteile und Gesteinsmassen werden an die Oberfläche geschleudert. Am oberen Ende befindet sich ein schüsselförmiger Krater. Ein zentraler Schlot verbindet die Magmakammer mit dem Vulkankrater. Es gibt verschiedene Ausbrüche Zähflüssiges Magma mit vielen Gasen große Explosion Flüssiges Magma mit wenig Gasen stille Explosion Ausfluss von flüssigem Schmelzgestein Lava Ein Vulkan wird Schicht für Schicht aufgebaut. Dieser Kegel besteht aus vielen Aschen und Lavaschichten. Arbeitsaufträge Beschrifte die Grafik M 1 . Erstelle eine Merkfolie M 3 . Kennzeichne einige bekannte Vulkangebiete auf der Karte mit den Plattengrenzen M 2 . Was stellst du fest Diskutiere in der Gruppe. 2006 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH Schulmagazin 5 bis 10 4 2006 41 7 8 Erdkunde Erdbeben Lies den Text aufmerksam für dich durch. Station 2 Die feste und relativ dünne Erdkruste schwimmt auf dem zähflüssigen Material des Erdmantels. Die Erdkruste ist keine ganze Schicht sie besteht aus einzelnen Platten die sich bewegen und verschieben. Es gibt sieben große Platten und verschiedene kleine Platten siehe Plattenkarte M 2 . Aber die Platten haben keine glatt geschliffenen Ränder die reibungslos aneinander vorbei gleiten. Sie haben an ihren Rändern Kanten Risse und gewaltige Vorsprünge die sich ineinander verkrallen wie die Zähne in einem Reißverschluss. So verschieben sich zwar die Platten die Ränder aber bleiben stehen weil sie ihre Lage nicht verändern können. Das führt im Laufe der Zeit zu unvorstellbar großen Spannungen. Eines Tages können dann die Plattenränder dem wachsenden Druck nicht mehr widerstehen Die vorstehenden ineinander verkeilten Zacken brechen ab. In einem mächtigen Ruck holen die Plattenränder die Bewegung der Gesamtplatte ein wie bei einer Stahlfeder Die Erde bebt. Die Gegend um San Francisco ist besonders gefährdet. 1 906 gab es ein Beben der Stärke 8 3 auf der Richterskala bei dem 300.000 Menschen obdachlos wurden. Weitere schwere Beben waren in den Jahren 1 983 1 984 und 1 989. Auch in der Türkei gab es 1 998 ein Beben mit der Stärke 6 2 dem 10.000 Menschen zum Opfer fielen. Besonders schwere Beben gibt es dort wo zwei Platten nicht aneinander vorbeigleiten sondern zusammenstoßen. Dabei kann es geschehen dass sich die eine unter die andere schiebt. Die Außenränder reiben sich hier also nicht sondern die Oberseite der einen rutscht an der Unterseite der anderen Platte entlang. Große Erdbeben sind die Folge. Beispiele Japan die Philippinenplatte und die Pazifische Platte tauchen unter die Eurasische Platte ins Erdinnere 1 923 Beben der Stärke 8 3 mit über 100.000 Toten 1 994 Beben der Stärke 7 und 3 9 Monate später 6 9 Mexiko City Cocosplatte die unter der Nordamerikanischen Platte verschwand bekam einen Riss 1 985 Beben der Stärke 8 mit ca. 10.000 Toten und 30.000 Verletzten 1 Arbeitet in der Gruppe Versucht die Plattenbewegungen die es um die Gegend von San Francisco und in Japan gibt mit den Styroporstücken nachzuahmen. Was stellt ihr fest Kennzeichnet die genannten Katastrophengebiete auf der Plattenkarte M 2 . Erstelle eine Merkfolie mit Stichpunkten M 4 . Diskutiert Wie könnten Häuser gebaut werden die erdbebensicherer sind 42 Schulmagazin 5 bis 10 4 2006 2006 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH Erdkunde 7 8 Monsun Wie ist das Wetter in Indien Station 3 In der Zeit von Oktober bis März weht ein trockener Wind aus Nordosten kommend also aus dem Landesinneren Indiens zum Arabischen Meer. Beim Abstieg vom Himalaya erwärmt sich die Luft etwas die Temperaturen steigen dann während dieser Zeit auf 30 Grad an was keine Seltenheit ist. Das Land leidet unter Dürre. Der Boden wird restlos ausgedörrt und lässt alles Pflanzenleben ersterben. Dieser Wintermonsun ist ein trockener Wind vom Landesinneren kommend. Es kann keinerlei Feuchtigkeit aufnehmen. ber dem Golf von Bengalen nimmt der Wintermonsun etwas Feuchtigkeit auf. Die Ostghats und Ceylon erhalten daher etwas Niederschlag da die feuchten Luftmassen dort zum Aufsteigen gezwungen werden und sich abregnen. In der Zeit von April bis September erhitzt sich der Subkontinent Indien enorm Temperaturen bis 35 Grad sind keine Seltenheit. Während dieser Zeit setzen heftige Stürme aus Südwesten also vom Arabischen Meer kommend ein. Feuchtwarme Luftmassen müssen zunächst an den Westghats aufsteigen sodass dieser Teil des Landes Regen erhält. Mit Gewittern und Wolkenbrüchen zieht dieser Sommermonsun landeinwärts. Nach Wochen erreicht er den Rand des Himalaya. An seinen steilen Hängen muss die feuchte Luft wieder aufsteigen und es kommt auch dort zu enormen Wolkenbrüchen. Unvorstellbar große Wassermassen stürzen vom Himmel. Im Vorland des Himalaya können die Bauern entweder Reis anbauen oder aber es kommt zu verheerenden berschwemmungen wenn zu viel Wasser vom Himmel fällt. Das Wort Monsun stammt vom arabischen Wort mausim und bedeutet dass dieser Wind mit den Jahreszeiten seine Richtung ändert. Im Winter weht er aus Nordosten im Sommer aus südwestlicher Richtung. Arbeitsaufträge Gehe zunächst zur Wasserschüssel. Das Wasser wird erhitzt. Beobachtet diskutiert und beschreibt was passiert. Erkläre deiner Gruppe genau was hier passiert. Verwende diese Textbausteine. Warmes Weiter oben Es bilden sich 2006 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH Wasser wird zu kühlt es ab Tropfen . Dampf . Dieser weil es steigt auf kälter wird. . Stellt euch vor das Wasser ist nicht in der Schüssel sondern es handelt sich um Wasser in einem Meer. Wie kann also Regen entstehen Diskutiert in der Gruppe. Erstellt eine Merkfolie M 5 . Schulmagazin 5 bis 10 4 2006 43 7 8 Erdkunde Vulkangrafik M1 Explosion Ausbruch Gesteinsbrocken Asche Krater Asche und Lavaschicht Lava zentrale Magmakammer 44 Schulmagazin 5 bis 10 4 2006 2006 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH Erdkruste Gesteinsschichten Erdkunde 7 8 Karte mit Plattengrenzen M2 Merkfolie Vulkanismus Magma zähflüssige Gesteinsmasse M3 durch Spalten und Risse Oberfläche 2006 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH explosiv zähflüssiges Magma mit vielen Gasen still flüssiges Magma mit wenig Gasen Schulmagazin 5 bis 10 4 2006 45 7 8 Erdkunde Merkfolie Erdbeben Die Erde ist in Platten eingeteilt. 7 große Platten M4 Amerikanische Afrikanische Eurasische Indisch Australische Pazifische Antarktische Platte Philippinenplatte Merkmale der Platten keine glatt geschliffenen Ränder die aneinander vorbei gleiten Ränder Kanten Risse die sich ineinander verkrallen Mögliche Bewegungen der Platten Ränder verkrallen sich wachsender Druck verkeilte Zacken brechen ab Platten stoßen aneinander Betroffene Gebiete Beispiele San Francisco Türkei Japan Mexiko Merkfolie Monsun Monsun arab. mausin Wind der mit den Jahreszeiten seine Richtung ändert M5 Sommermonsun von April feuchter Reisanbau bis Wind aus oder September Südwest Wintermonsun von Oktober trockener Dürre bis März Nordost 2006 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH Wind aus berschwemmung 46 Schulmagazin 5 bis 10 4 2006 Klasse 7 Klasse 8 Geographie Sekundarstufe Oldenbourg Klick Gruppenarbeit monsun Erdkunde Erdbeben Lernzirkel Stationen Vulkan Lehrermaterial Sekundarstufe Klasse 8 Klasse 7 Geographie Unterrichtsstunde Binnendifferenziert Werkstattarbeit Stationenlernen
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Naturgewalten Lernzirkel Lehrermaterial Lehrermaterial Naturereignisse haben zunehmend Auswirkungen auf den Lebensraum des Menschen. Dieser Lernzirkel beschäftigt sich mit den Naturereignissen Vulkanismus Erdbeben und Monsun. Den Schülerinnen und Schülern wird bewusst dass natürliche Faktoren und menschliches Handeln für die folgenschweren Auswirkungen auf unseren Lebensraum verantwortlich sein können. Ihnen wird die Notwendigkeit und Begrenztheit von Vorsorgemaßnahmen deutlich. Weitere Informationen und Materialien finden Sie unter http www.oldenbourg klick.de smz20060440 7 8 Erdkunde Praxis Naturgewalten In der Gruppe arbeiten mit einem Lernzirkel Anja Hartwig Naturereignisse haben zunehmend Auswirkungen auf den Lebensraum des Menschen. Den Schülerinnen und Schülern wird bewusst dass natürliche Faktoren und menschliches Handeln für die folgenschweren Auswirkungen auf unseren Lebensraum verantwortlich sein können. Ihnen wird die Notwendigkeit und Begrenztheit von Vorsorgemaßnahmen deutlich. Lernzirkel Naturgewalten Lernziele Allgemeines zu Lernzirkeln Eine Form des Offenen Unterrichts ist der Lernzirkel. Das Grundprinzip des Lernens an Stationen besteht darin dass die Lehrkraft einen Themenbereich so aufbereitet dass sich abgeschlossene kurze Einheiten ergeben die einzelnen Lernstationen die die Schüler dann selbstständig mithilfe didaktisch aufbereiteten Materials bearbeiten. Als Informationsträger können unterschiedliche Materialien zur Verfügung stehen z. B. Informationstexte Modelle Abbildungen Lexika Tonbandaufnahmen oder ein Film. Die Lehrkraft hält sich während der Arbeitsphase weitgehend im Hintergrund steht aber bei Fragen und Problemen als Ratgeber zur Verfügung. Ebenso ist es ihre Aufgabe als Organisator für einen reibungslosen Ablauf der Stunden zu sorgen und sich ständig über den Lernstand der Schülerinnen und Schüler zu informieren. Sie kann ihre Schüler beobachten ihre Stärken und Schwächen bei der selbstständigen Arbeit erkennen und Lehrer Schüler Gespräche führen. Die geeignete Sozialform ist die Gruppenarbeit. Zwei Formen hen. Dies macht eine vorgegebene Reihenfolge der Stationen notwendig. Der Aspekt der Wahlfreiheit fällt hier weg. Der offene Lernzirkel bietet den Kindern dagegen die Möglichkeit sich nach Interessenlage eine Station zu wählen und in beliebiger Reihenfolge fortzufahren. Die einzelnen Stationen müssen zu diesem Zweck weitgehend abgeschlossen sein und dürfen sich nicht zu stark aufeinander beziehen. Sicherlich können auch Stationen doppelt sein sodass die Gruppenstärke geringer gehalten werden kann trotzdem aber alle Schüler auf dem gleichen Stand sind. Grundvoraussetzung Gerade im Fach Geschichte Sozialkunde Erdkunde sind fachgemäße Arbeitsweisen verbindliche Unterrichtsinhalte. Beim Lernen an Stationen werden sie intensiv geübt und beständig weiterentwickelt. Dazu gehören Arbeiten und Umgang mit Texten Auswerten von Bildern Arbeiten mit Karten Grafiken Statistiken und Objekten wie z. B. Globus oder Modell. Der Lernzirkel Naturgewalten besteht aus folgenden in sich abgeschlossenen Stationen Vulkane Erdbeben Monsun. Hinweis Zu den drei Stationen gibt es zahlreiches aktuelles Bildmaterial das zu den einzelnen Stationen hinzugefügt werden kann. Beim Versuch mit dem kochenden Wasser und einem Kochdeckel müssen die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Literatur Bönsch M. Offener Unterricht in der Primar und Sekundarstufe 1. Hannover 1993 Erhart J. Erhart M. Stationentraining als motivierende Unterrichtsform. In Pädagogische Welt H. 10 1996 Jürgens E. Erprobte Wochenplan und Freiarbeit in der Sekundarstufe I. Heinsberg 1994 Thom W. Lernzirkel allgemein. In Akademie für Lehrerfortbildung Dillingen Donauwörth 1994 Man unterscheidet zwei Formen von Lernzirkeln den offenen und den geschlossenen. Der geschlossene Lernzirkel ist dadurch gekennzeichnet dass sich einzelne Stationen aufeinander bezie Für das Gelingen eines Lernzirkels muss das Beherrschen der entsprechenden Arbeitstechniken durch die Schülerinnen und Schüler vorausgesetzt werden. Diese Arbeitstechniken wie Materialbeschaffung Arbeiten mit Schul oder Lehrbuch planmäßiges Vorgehen bei der Bearbeitung einer gestellten Aufgabe sachgerechtes Protokollieren etc. müssen den Schülern vorher vermittelt und mit ihnen eingeübt werden. Bei Klassen denen die Lernzirkelarbeit nicht vertraut ist kann es vorkommen dass der erste Lernzirkel nicht so abläuft wie er von der Lehrkraft geplant wurde. Erst durch regelmäßige Lernzirkelarbeit wird eine größere Effektivität dieser Unterrichtsform erreicht und können die Schüler die benötigten Arbeitstechniken entwickeln und einüben. Materialien im Internet M 1 M 5 Stationen 1 3 Anja Hartwig Lehrerin Sonnenstraße 1 a 84061 Ergoldsbach 40 Schulmagazin 5 bis 10 4 2006 Erdkunde 7 8 Vulkanismus Wenn du Station 2 noch nicht bearbeitet hast lies zunächst Text 1 durch. Station 1 Text 1 Die feste Erdkruste schwimmt auf dem zähflüssigen Material des Erdmantels. Die Erdkruste ist keine ganze Schicht sie besteht aus einzelnen Platten die sich ständig verschieben. Sie können sich aufeinander zu voneinander weg oder aneinander vorbeibewegen. Es gibt sieben große und verschiedene kleine Platten siehe Plattenkarte M 2 . Lies den folgenden Text über Vulkane genau durch. Unterhalb der festen und relativ dünnen Erdkruste befindet sich der Erdmantel. Hier herrschen Temperaturen zwischen 1 .000 und 1 .500 Grad. Die Gesteine des Erdmantels beginnen bei diesen Temperaturen zu schmelzen sodass eine zähflüssige Gesteinsmasse entsteht. Diese nennt man Magma. Das Magma bewegt sich und steht unter sehr hohem Druck. Es wird durch Spalten und Risse in der Erdkruste nach oben an die Oberfläche gedrückt. Vulkane entstehen. Sie sind Löcher oder Vertiefungen in der Erdkruste. Magma sammelt sich in einer Kammer unter der Erdkruste. Der Druck steigt. Heiße Gase versuchen zu entweichen sie sind aber im Magma eingeschlossen. Es kommt zur Blasenbildung. Irgendwann kann der Druck zu stark werden. Es kommt zur Explosion und zum Ausbruch des Vulkans Die Gase befreien sich Erdbestandteile und Gesteinsmassen werden an die Oberfläche geschleudert. Am oberen Ende befindet sich ein schüsselförmiger Krater. Ein zentraler Schlot verbindet die Magmakammer mit dem Vulkankrater. Es gibt verschiedene Ausbrüche Zähflüssiges Magma mit vielen Gasen große Explosion Flüssiges Magma mit wenig Gasen stille Explosion Ausfluss von flüssigem Schmelzgestein Lava Ein Vulkan wird Schicht für Schicht aufgebaut. Dieser Kegel besteht aus vielen Aschen und Lavaschichten. Arbeitsaufträge Beschrifte die Grafik M 1 . Erstelle eine Merkfolie M 3 . Kennzeichne einige bekannte Vulkangebiete auf der Karte mit den Plattengrenzen M 2 . Was stellst du fest Diskutiere in der Gruppe. 2006 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH Schulmagazin 5 bis 10 4 2006 41 7 8 Erdkunde Erdbeben Lies den Text aufmerksam für dich durch. Station 2 Die feste und relativ dünne Erdkruste schwimmt auf dem zähflüssigen Material des Erdmantels. Die Erdkruste ist keine ganze Schicht sie besteht aus einzelnen Platten die sich bewegen und verschieben. Es gibt sieben große Platten und verschiedene kleine Platten siehe Plattenkarte M 2 . Aber die Platten haben keine glatt geschliffenen Ränder die reibungslos aneinander vorbei gleiten. Sie haben an ihren Rändern Kanten Risse und gewaltige Vorsprünge die sich ineinander verkrallen wie die Zähne in einem Reißverschluss. So verschieben sich zwar die Platten die Ränder aber bleiben stehen weil sie ihre Lage nicht verändern können. Das führt im Laufe der Zeit zu unvorstellbar großen Spannungen. Eines Tages können dann die Plattenränder dem wachsenden Druck nicht mehr widerstehen Die vorstehenden ineinander verkeilten Zacken brechen ab. In einem mächtigen Ruck holen die Plattenränder die Bewegung der Gesamtplatte ein wie bei einer Stahlfeder Die Erde bebt. Die Gegend um San Francisco ist besonders gefährdet. 1 906 gab es ein Beben der Stärke 8 3 auf der Richterskala bei dem 300.000 Menschen obdachlos wurden. Weitere schwere Beben waren in den Jahren 1 983 1 984 und 1 989. Auch in der Türkei gab es 1 998 ein Beben mit der Stärke 6 2 dem 10.000 Menschen zum Opfer fielen. Besonders schwere Beben gibt es dort wo zwei Platten nicht aneinander vorbeigleiten sondern zusammenstoßen. Dabei kann es geschehen dass sich die eine unter die andere schiebt. Die Außenränder reiben sich hier also nicht sondern die Oberseite der einen rutscht an der Unterseite der anderen Platte entlang. Große Erdbeben sind die Folge. Beispiele Japan die Philippinenplatte und die Pazifische Platte tauchen unter die Eurasische Platte ins Erdinnere 1 923 Beben der Stärke 8 3 mit über 100.000 Toten 1 994 Beben der Stärke 7 und 3 9 Monate später 6 9 Mexiko City Cocosplatte die unter der Nordamerikanischen Platte verschwand bekam einen Riss 1 985 Beben der Stärke 8 mit ca. 10.000 Toten und 30.000 Verletzten 1 Arbeitet in der Gruppe Versucht die Plattenbewegungen die es um die Gegend von San Francisco und in Japan gibt mit den Styroporstücken nachzuahmen. Was stellt ihr fest Kennzeichnet die genannten Katastrophengebiete auf der Plattenkarte M 2 . Erstelle eine Merkfolie mit Stichpunkten M 4 . Diskutiert Wie könnten Häuser gebaut werden die erdbebensicherer sind 42 Schulmagazin 5 bis 10 4 2006 2006 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH Erdkunde 7 8 Monsun Wie ist das Wetter in Indien Station 3 In der Zeit von Oktober bis März weht ein trockener Wind aus Nordosten kommend also aus dem Landesinneren Indiens zum Arabischen Meer. Beim Abstieg vom Himalaya erwärmt sich die Luft etwas die Temperaturen steigen dann während dieser Zeit auf 30 Grad an was keine Seltenheit ist. Das Land leidet unter Dürre. Der Boden wird restlos ausgedörrt und lässt alles Pflanzenleben ersterben. Dieser Wintermonsun ist ein trockener Wind vom Landesinneren kommend. Es kann keinerlei Feuchtigkeit aufnehmen. ber dem Golf von Bengalen nimmt der Wintermonsun etwas Feuchtigkeit auf. Die Ostghats und Ceylon erhalten daher etwas Niederschlag da die feuchten Luftmassen dort zum Aufsteigen gezwungen werden und sich abregnen. In der Zeit von April bis September erhitzt sich der Subkontinent Indien enorm Temperaturen bis 35 Grad sind keine Seltenheit. Während dieser Zeit setzen heftige Stürme aus Südwesten also vom Arabischen Meer kommend ein. Feuchtwarme Luftmassen müssen zunächst an den Westghats aufsteigen sodass dieser Teil des Landes Regen erhält. Mit Gewittern und Wolkenbrüchen zieht dieser Sommermonsun landeinwärts. Nach Wochen erreicht er den Rand des Himalaya. An seinen steilen Hängen muss die feuchte Luft wieder aufsteigen und es kommt auch dort zu enormen Wolkenbrüchen. Unvorstellbar große Wassermassen stürzen vom Himmel. Im Vorland des Himalaya können die Bauern entweder Reis anbauen oder aber es kommt zu verheerenden berschwemmungen wenn zu viel Wasser vom Himmel fällt. Das Wort Monsun stammt vom arabischen Wort mausim und bedeutet dass dieser Wind mit den Jahreszeiten seine Richtung ändert. Im Winter weht er aus Nordosten im Sommer aus südwestlicher Richtung. Arbeitsaufträge Gehe zunächst zur Wasserschüssel. Das Wasser wird erhitzt. Beobachtet diskutiert und beschreibt was passiert. Erkläre deiner Gruppe genau was hier passiert. Verwende diese Textbausteine. Warmes Weiter oben Es bilden sich 2006 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH Wasser wird zu kühlt es ab Tropfen . Dampf . Dieser weil es steigt auf kälter wird. . Stellt euch vor das Wasser ist nicht in der Schüssel sondern es handelt sich um Wasser in einem Meer. Wie kann also Regen entstehen Diskutiert in der Gruppe. Erstellt eine Merkfolie M 5 . Schulmagazin 5 bis 10 4 2006 43 7 8 Erdkunde Vulkangrafik M1 Explosion Ausbruch Gesteinsbrocken Asche Krater Asche und Lavaschicht Lava zentrale Magmakammer 44 Schulmagazin 5 bis 10 4 2006 2006 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH Erdkruste Gesteinsschichten Erdkunde 7 8 Karte mit Plattengrenzen M2 Merkfolie Vulkanismus Magma zähflüssige Gesteinsmasse M3 durch Spalten und Risse Oberfläche 2006 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH explosiv zähflüssiges Magma mit vielen Gasen still flüssiges Magma mit wenig Gasen Schulmagazin 5 bis 10 4 2006 45 7 8 Erdkunde Merkfolie Erdbeben Die Erde ist in Platten eingeteilt. 7 große Platten M4 Amerikanische Afrikanische Eurasische Indisch Australische Pazifische Antarktische Platte Philippinenplatte Merkmale der Platten keine glatt geschliffenen Ränder die aneinander vorbei gleiten Ränder Kanten Risse die sich ineinander verkrallen Mögliche Bewegungen der Platten Ränder verkrallen sich wachsender Druck verkeilte Zacken brechen ab Platten stoßen aneinander Betroffene Gebiete Beispiele San Francisco Türkei Japan Mexiko Merkfolie Monsun Monsun arab. mausin Wind der mit den Jahreszeiten seine Richtung ändert M5 Sommermonsun von April feuchter Reisanbau bis Wind aus oder September Südwest Wintermonsun von Oktober trockener Dürre bis März Nordost 2006 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH Wind aus berschwemmung 46 Schulmagazin 5 bis 10 4 2006 Klasse 7 Klasse 8 Geographie Sekundarstufe Oldenbourg Klick Gruppenarbeit monsun Erdkunde Erdbeben Lernzirkel Stationen Vulkan Lehrermaterial Sekundarstufe Klasse 8 Klasse 7 Geographie Unterrichtsstunde Binnendifferenziert Werkstattarbeit Stationenlernen
Information zum Unterrichtsmaterial
| Fach | Geographie |
|---|---|
| Schulform | Sekundarstufe |
| Klassenstufe | Klasse 7, Klasse 8 |
| Methodik | Werkstattarbeit/Stationenlernen |
| Materialtyp | Unterrichtsstunde |
| Binnendifferenziert | Ja |
| Bewertung | |
|---|---|
| Seiten | 7 |
| Kommentare | 0 |
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| Veröffentlicht | 24.03.2011 |
Beschreibung des Unterrichtsmaterials
*Lehrermaterial*
Naturereignisse haben zunehmend Auswirkungen auf den Lebensraum des
Menschen. Dieser Lernzirkel beschäftigt sich mit den Naturereignissen Vulkanismus, Erdbeben und Monsun.
Den Schülerinnen und Schülern wird bewusst, dass natürliche Faktoren und menschliches Handeln für die folgenschweren Auswirkungen auf unseren Lebensraum verantwortlich sein können. Ihnen wird die Notwendigkeit und Begrenztheit von Vorsorgemaßnahmen deutlich.
Weitere Informationen und Materialien finden Sie unter http://www.oldenbourg-klick.de !
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