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Karneval, Fastnacht, Fasching: Mit Kindern über Bräuche nachdenken
Quellformat: PDF Autor: Oldenbourg-Klick, 2012 Wert: 6 Autorenpunkte Fach: Fachunabhängig, Deutsch, Geschichte, Kunst und Basteln, Musik/Tanz/Theater, Sachunterricht, Sonstige
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Karneval Fastnacht Fasching Mit Kindern über Bräuche nachdenken Karneval Fastnacht und Fasching gehören zu gelebten Bräuchen die sich mit regionalen Unterschieden großer Beliebtheit erfreuen. Mit ihnen verbinden sich Leichtigkeit Ausgelassenheit Exotik und Humor in allen Kulturen. Ein Blick in die Geschichte und Bedeutung des Karnevals und seiner Bräuche kann ein vertieftes Verständnis für den Rhythmus des Lebens bewirken und zugleich Toleranz fördern. gsm20110141 sthetisches Lernen zeichnet sich damit als sinnliches Wahrnehmen körperliches Erfahren handelndes Gestalten kritisches Reflektieren und wirkungsmächtiges Analysieren Thurn 2002 S. 6 aus. Zu finden unter www.grundschulmagazin.de gsm20110141 Die Materialien zu diesem Beitrag M 1 Karneval Fastnacht Fasching 1 M 2 Karneval Fastnacht Fasching 2 M 3a Die Maske M 3b Maske und Kostüm herstellen M 4 Bräuche M 5 Musik M 6 Karneval Fastnacht Fasching 3 M 7 Die Fastenzeit Material kompakt 2 4 Mit Kindern über Bräuche nachdenken Karneval Fastnacht Fasching Xenia Dienemann Karneval Fastnacht und Fasching gehören zu gelebten Bräuchen die sich mit regionalen Unterschieden großer Beliebtheit erfreuen. Mit ihnen verbinden sich Leichtigkeit Ausgelassenheit Exotik und Humor in allen Kulturen. Ein Blick in die Geschichte und Bedeutung des Karnevals und seiner Bräuche kann ein vertieftes Verständnis für den Rhythmus des Lebens bewirken und zugleich Toleranz fördern. Interdisziplinarität Das Konzept des Kompaktmaterials Das Kompaktmaterial entstand auf der Grundlage des handlungsorientierten Ansatzes mit ästhetischem Zugang. Ausgangspunkt bildet dabei die Idee eines ästhetisch situierten Lernraumes wobei es denkbar ist dass die beteiligten Lehrer diesen zum Thema Karneval selbst vorbereiten indem sie interdisziplinäre Vernetzungen berücksichtigen. Denkbar ist auch dass die Schüler im Vorfeld den Auftrag erhalten etwas zum Thema mitzubringen das jeder dann selbst in den Raum hineinbringt. In Ergänzung zu den vorbereiteten Materialien werden auf diese Weise die Erfahrungen der Schüler und ihr Vorwissen einbezogen. Die Schüler erhalten den Auftrag den Raum zu betreten wahrzunehmen und zu verweilen. In Anlehnung an Schomaker wird eine Situation inszeniert in der ästhetische Erfahrungen möglich werden vgl. Schomaker 2007 S. 52 . Dieser Phase schließt sich ein Experimentieren an d. h. die Schüler können alles was sie vorfinden er und begreifen probieren zerlegen neu zusammensetzen ... handeln. Die unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema werden von den Schülern nicht ohne Weiteres in einen Zusammenhang zu bringen sein. Es entsteht Staunen und eine fragende Haltung deren Richtung sehr individuell sein wird. Im Anschluss folgt die Erarbeitungsphase die Forschungsphase. Für diese Phase sind die Arbeitsblätter des Kompaktmaterials konzipiert worden. Sie greifen verschiedene Perspektiven des Karnevals der Fastnacht des Fasching auf die christliche Herkunft und Bedeutung Bräuche wie die Büttenrede das Feiern mit Essen Getränken und die Musik. Neben informativen kurzen Texten erhalten die Schüler Hinweise für das eigenständige Recherchieren und strukturierende Unterstützung durch Methoden des Planens Umsetzens und Forschens. Das Ziel und zugleich der Höhepunkt ist ein Karneval der von den Schülern vorbereitet wird. Für die Planung und Gestaltung ihres Karnevals ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema notwendig da sie ihm einen ganz eigenen Charakter geben. Dafür müssen sie jedes Element begründet auswählen und kreativ handlungsorientiert er und verarbeiten. Gedacht ist dass die eigentliche Karnevalszeit die Zeit des Feierns darstellt weshalb die Vorbereitungen davor stattfinden müssen. Den Abschluss bildet der Aschermittwoch der zum Nachdenken über das eigene Fasten über den Verzicht und über die wichtigen zwischenmenschlichen Dinge führen kann und so in eine besinnliche Haltung hinüberführt. Autorin Xenia Dienemann Pädagogisches Kolleg Rostock Lohmühlenweg 1 18057 Rostock Literatur Schomaker C. 2007 Der Faszination begegnen. sthetische Zugangsweisen im Sachunterricht für alle Kinder Thurn S. 2002 sthetisches Lernen sthetik im Schulalltag. In Pädagogik H. 5 S. 6 9 Ein Musikbeitrag zum Karneval der Tiere www.grundschulmagazin.de gsm20060621 1 2011 www.grundschulmagazin.de 41 M1 Name Material kompakt 2 4 Klasse Datum Karneval Fastnacht Fasching 1 1. Schreib auf was für dich zum Karneval zur Fastnacht zum Fasching gehört 2. Fasst eure Ergebnisse in der Klasse zusammen 3. Fragt in eurer Umgebung andere Menschen nach den Karnevalsbräuchen Stellt die Frage 1 Menschen unterschiedlichen Alters z. B. Eltern Großeltern Onkel Tante ... und wertet die Ergebnisse aus Brauch z. B. Pfannkuchen Krapfen Anzahl Summe 4. Wählt die Bräuche aus die ihr in euren Karneval einbeziehen möchtet und formuliert eure Fragen dazu 2011 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH 42 www.grundschulmagazin.de 1 2011 Material kompakt 2 4 M2 Datum Name Klasse Karneval Fastnacht Fasching 2 1. Ordne die Wortkarten den Begriffen der berschrift zu Karneval Fastnacht Fasching 2. Recherchiere die Bedeutung der Begriffe und finde heraus welche Bräuche mit ihnen verbunden sind Nutze dazu z. B. das Internet bzw. die zur Verfügung gestellten Materialien 3. Vergleiche die Bedeutungen und Bräuche und formuliere Gemeinsamkeiten und Unterschiede Karneval Gemeinsamkeiten Fastnacht Fasching Unterschiede 2011 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH 1 2011 www.grundschulmagazin.de 43 M3a Name Material kompakt 2 4 Klasse Datum Die Maske 1 Der Brauch zu verschiedenen Anlässen Masken zu tragen ist weltweit in allen Kulturen zu finden. Früher wurden sie getragen um gute Götter zu ehren oder böse Geister zu vertreiben. Das Material aus dem sie hergestellt wurden war sehr vielfältig z. B. Holz Papier Stoff Leder aber auch Kürbisse. Als eine Art Maskenersatz war das Bestreichen des Gesichtes mit Ruß sehr verbreitet vor allem unter der armen Bevölkerung. Heute ist dieser Ruß durch Farbe ersetzt die Maske wird dann direkt auf das Gesicht gemalt. Es gibt Masken die das gesamte Gesicht verdecken und Teilmasken die Augen und Nase verhüllen. Sie haben sehr unterschiedliche Motive Tiere Geister Prominente aus Politik und Kultur Märchenfiguren wie Hexen Feen Zauberer Zwerge ... Der Maskenträger wählt seine Maskierung in der Regel gut überlegt aus denn er möchte etwas ganz Bestimmtes darstellen. Besonders in der Karnevalszeit ging es früher darum unerkannt zu bleiben wenn man vom Spott und Rügerecht Gebrauch machte. Denn wenn man erkannt wurde musste man mit einer Bestrafung rechnen. Deshalb wurde eine Verkleidung gewählt die das Gesicht und den Körper einschloss Das Kostüm. Heute muss man nicht fürchten für Kritik bestraft zu werden dennoch ist die Maskierung nach wie vor sehr beliebt in der närrischen Zeit. Was meinst du warum 1. Diskutiert diese Frage in kleinen Gruppen und stellt eure Ergebnisse anschließend vor. 2. berlege was du mit einer Maskierung darstellen möchtest und begründe deine Entscheidung. 3. Zeichne nun einen Entwurf für deine Maske. 5 10 15 20 2011 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH 44 www.grundschulmagazin.de 1 2011 Material kompakt 2 4 M4 Datum Name Klasse Karnevals Fastnachts und Faschingsbräuche 1 Die Büttenrede Die Büttenrede wird von der sogenannten Bütt das ist ein Fass oder Zuber gehalten. Im Mittelalter hat sie ihren Ursprung im Rügerecht das jedem in der Karnevalszeit zustand. Das heißt dass die Herrschenden von den Menschen gerügt und verspottet werden durften ohne dass sie dafür bestraft wurden. Die Kritik richtete sich dabei nicht nur gegen persönliche Eigenheiten wie O Beine Dummheit oder Hinkefuß sondern auch gegen Zustände alltägliche Nöte ngste und vieles mehr. Die Rede ist in der Regel gereimt und besteht aus Strophen die oft mit einer Art Refrain enden. Sie wird abgelesen oder auch auswendig mit viel Mimik und Gestik lautstark rezitiert. 5 10 Hier nun ein Beispiel Ihr lieben Jecken hier im Saal ich muss euch sagen ein für alle Mal Das Leben als Kind ist schon ne Qual Ich bin schon zehn und ziemlich pfiffig und trotzdem schallt es täglich laut und griffig Um acht ist Zapfenstreich Du gehst ins Bett und zwar jetzt gleich Ihr lieben Jecken hier im Saal ihr stimmt mir zu bestimmt auch dieses Mal Das Leben als Kind ist doch ne Qual Kaum ist es acht am Morgen da plagen mich schon die nächsten Sorgen Bist du gewaschen und gekämmt Wieso sind Flecken auf dem Hemd Ihr lieben Jecken auf der Banke ihr wisst schon woran ich kranke Doch gerne sag ich s noch einmal Das Leben als Kind ist doch ne Qual Und in der Schule geht es weiter Wie du kannst sie nicht die Tonleiter Dann setz hin und lerne und guck nicht ständig in die Sterne Ihr wisst schon was ich sagen will mit viel Gebrüll schallt s durch den Saal Das Leben als Kind ist schon ne Qual Doch oft kommt zu dem das Behagen ich werde noch auf Händen getragen. Ich muss nicht kochen und nicht putzen kein Geld verdienen den Bart nicht stutzen. Ihr guten Jecken glaubt es mir dass es so bleibt das wünsch ich mir www.kidsweb.de schule kidsweb spezial fasching spezial buettenrede.html 1. Tauscht eure Eindrücke über die Büttenrede aus. 2. Woran möchtet ihr Kritik üben Sammelt eure Ideen und haltet sie schriftlich fest. 3. Schreibt zu euren Ideen eine Büttenrede und übt sie vorzutragen. 2011 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH 1 2011 www.grundschulmagazin.de 45 M5 Name Material kompakt 2 4 Klasse Datum Musik Jeder Karneval wird von vielfältigen Geräuschen begleitet. Einerseits begleiten Rasseln Trommeln Pfeifen und allerlei Haushalts und andere Geräusch machende Instrumente die Umzüge lautstark andererseits gibt es in allen Kulturen Musik die den Karneval prägt. Kennt ihr die oben genannten Tänze und Musiken Woher kommen sie 1. Womit lässt sich Musik machen Sammelt eure Ideen und schreibt sie auf 2. Bringt Dinge zum Musizieren mit. Experimentiert mit ihnen. 3. Erarbeitet eine Klangszene die zum Karneval passt Stimmt dazu eure Instrumente aufeinander ab Erarbeitet einen Rhythmus notiert ihn und übt. Hinweis berlegt ob ihr jemanden wählt der als Dirigent alle Instrumente koordiniert. Nutzt die bekannten Zeichen aus der Musik für Pause laut leise langsam schnell ... 2011 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH 46 www.grundschulmagazin.de 1 2011 Material kompakt 2 4 M6 Datum Name Klasse Karneval Fastnacht Fasching 3 1. Wie wollen wir feiern Diskutiert in der Klasse darüber und fällt eine Entscheidung. 2. Vorbereitung Was gehört zum Karneval z. B. Dinge zum Krach machen 3. Stellt eure Gruppen zusammen und bereitet nun vor Entwickelt einen Plan und stellt ihn den anderen kurz vor. Was bereiten wir vor Welche Materialien benötigen wir z. B. Trommeln Wann soll es fertig sein Wer ist verantwortlich 4. Stimmt eure Pläne aufeinander ab und klärt offene Fragen. 2011 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH 1 2011 www.grundschulmagazin.de 47 M7 Name Material kompakt 2 4 Klasse Datum Die Fastenzeit Aschermittwoch bis Ostersamstag 1. Nimm einen Kalender und zähle die Tage zwischen Aschermittwoch und Ostersamstag in diesem Jahr. Berücksichtige dabei nicht die Sonntage Von Aschermittwoch bis Ostersamstag sind es .............. Fastentage. 2. Lies den folgenden Text und informiere dich über die christliche Bedeutung der Fastenzeit. 1 5 10 15 Am Aschermittwoch ist alles vorbei ... Das Karnevalslied kennen viele. Es weist auf das Ende der närrischen Zeit hin die von einer Fastenzeit abgelöst wird in der sich die Christen auf ihr höchstes Fest das Osterfest vorbereiten. Das Osterfest erinnert an die Kreuzigung und Auferstehung Jesu. In Erinnerung an seine Leidenszeit Passionszeit verzichteten die Gläubigen ursprünglich auf Fleisch Eier Milch Milchprodukte und Alkohol. Vom Fasten ausgenommen waren Kinder und Kranke. Fasten bedeutete dass jeder nur eine Mahlzeit am Tag bekam. Vom Fastengebot ausgenommen waren die Sonntage. In der Fastenzeit besannen sich die Christen besonders auf eine gute Lebensführung und verzichteten auch auf Feste und Feiern. Die Fastnacht war ein Fest mit vielen fetten Speisen und Getränken. Die Menschen aßen tranken tanzten und feierten noch einmal ausgelassen am Vorabend des Aschermittwochs der den Beginn der Fastenzeit darstellt. Heute hat sich in vielen Familien die Fastenzeit verändert. Neben Traditionen überlegen viele Menschen worauf sie außerdem verzichten können um sich auf das zu besinnen was wichtig ist. 3. berlege worauf du verzichten kannst und möchtest und was dir im Zusammenleben mit anderen Menschen wichtig ist. Trage deine Antwort in eine Tabelle ein und befrage anschließend fünf weitere Menschen danach. Trage auch ihre Antworten in die Tabelle ein. 2011 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH 48 www.grundschulmagazin.de 1 2011 Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Klasse 5 Klasse 6 Deutsch Geschichte Kunst und Basteln Musik Tanz Theater Sachunterricht Sonstige Primarstufe Oldenbourg Klick Medien Arbeitsblätter Fasching Karneval Masken Arbeitsblatt kopiervorlage fächerübergreifend Planung Bedeutung Sachinformation Brauchtum Aufgabenstellungen Unterrichtsinhalte Unterrichtsaktivitäten Klärung Auseinandersetzung Informationstexte Unterrichtsmethode Aufgabenblätter Informationsbilder Vergleichen Sachunterricht historische Sachverhalte Informationsgewinnung Informationsverarbeitung Planen Musizieren
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Karneval Fastnacht Fasching Mit Kindern über Bräuche nachdenken Karneval Fastnacht und Fasching gehören zu gelebten Bräuchen die sich mit regionalen Unterschieden großer Beliebtheit erfreuen. Mit ihnen verbinden sich Leichtigkeit Ausgelassenheit Exotik und Humor in allen Kulturen. Ein Blick in die Geschichte und Bedeutung des Karnevals und seiner Bräuche kann ein vertieftes Verständnis für den Rhythmus des Lebens bewirken und zugleich Toleranz fördern. gsm20110141 sthetisches Lernen zeichnet sich damit als sinnliches Wahrnehmen körperliches Erfahren handelndes Gestalten kritisches Reflektieren und wirkungsmächtiges Analysieren Thurn 2002 S. 6 aus. Zu finden unter www.grundschulmagazin.de gsm20110141 Die Materialien zu diesem Beitrag M 1 Karneval Fastnacht Fasching 1 M 2 Karneval Fastnacht Fasching 2 M 3a Die Maske M 3b Maske und Kostüm herstellen M 4 Bräuche M 5 Musik M 6 Karneval Fastnacht Fasching 3 M 7 Die Fastenzeit Material kompakt 2 4 Mit Kindern über Bräuche nachdenken Karneval Fastnacht Fasching Xenia Dienemann Karneval Fastnacht und Fasching gehören zu gelebten Bräuchen die sich mit regionalen Unterschieden großer Beliebtheit erfreuen. Mit ihnen verbinden sich Leichtigkeit Ausgelassenheit Exotik und Humor in allen Kulturen. Ein Blick in die Geschichte und Bedeutung des Karnevals und seiner Bräuche kann ein vertieftes Verständnis für den Rhythmus des Lebens bewirken und zugleich Toleranz fördern. Interdisziplinarität Das Konzept des Kompaktmaterials Das Kompaktmaterial entstand auf der Grundlage des handlungsorientierten Ansatzes mit ästhetischem Zugang. Ausgangspunkt bildet dabei die Idee eines ästhetisch situierten Lernraumes wobei es denkbar ist dass die beteiligten Lehrer diesen zum Thema Karneval selbst vorbereiten indem sie interdisziplinäre Vernetzungen berücksichtigen. Denkbar ist auch dass die Schüler im Vorfeld den Auftrag erhalten etwas zum Thema mitzubringen das jeder dann selbst in den Raum hineinbringt. In Ergänzung zu den vorbereiteten Materialien werden auf diese Weise die Erfahrungen der Schüler und ihr Vorwissen einbezogen. Die Schüler erhalten den Auftrag den Raum zu betreten wahrzunehmen und zu verweilen. In Anlehnung an Schomaker wird eine Situation inszeniert in der ästhetische Erfahrungen möglich werden vgl. Schomaker 2007 S. 52 . Dieser Phase schließt sich ein Experimentieren an d. h. die Schüler können alles was sie vorfinden er und begreifen probieren zerlegen neu zusammensetzen ... handeln. Die unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema werden von den Schülern nicht ohne Weiteres in einen Zusammenhang zu bringen sein. Es entsteht Staunen und eine fragende Haltung deren Richtung sehr individuell sein wird. Im Anschluss folgt die Erarbeitungsphase die Forschungsphase. Für diese Phase sind die Arbeitsblätter des Kompaktmaterials konzipiert worden. Sie greifen verschiedene Perspektiven des Karnevals der Fastnacht des Fasching auf die christliche Herkunft und Bedeutung Bräuche wie die Büttenrede das Feiern mit Essen Getränken und die Musik. Neben informativen kurzen Texten erhalten die Schüler Hinweise für das eigenständige Recherchieren und strukturierende Unterstützung durch Methoden des Planens Umsetzens und Forschens. Das Ziel und zugleich der Höhepunkt ist ein Karneval der von den Schülern vorbereitet wird. Für die Planung und Gestaltung ihres Karnevals ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema notwendig da sie ihm einen ganz eigenen Charakter geben. Dafür müssen sie jedes Element begründet auswählen und kreativ handlungsorientiert er und verarbeiten. Gedacht ist dass die eigentliche Karnevalszeit die Zeit des Feierns darstellt weshalb die Vorbereitungen davor stattfinden müssen. Den Abschluss bildet der Aschermittwoch der zum Nachdenken über das eigene Fasten über den Verzicht und über die wichtigen zwischenmenschlichen Dinge führen kann und so in eine besinnliche Haltung hinüberführt. Autorin Xenia Dienemann Pädagogisches Kolleg Rostock Lohmühlenweg 1 18057 Rostock Literatur Schomaker C. 2007 Der Faszination begegnen. sthetische Zugangsweisen im Sachunterricht für alle Kinder Thurn S. 2002 sthetisches Lernen sthetik im Schulalltag. In Pädagogik H. 5 S. 6 9 Ein Musikbeitrag zum Karneval der Tiere www.grundschulmagazin.de gsm20060621 1 2011 www.grundschulmagazin.de 41 M1 Name Material kompakt 2 4 Klasse Datum Karneval Fastnacht Fasching 1 1. Schreib auf was für dich zum Karneval zur Fastnacht zum Fasching gehört 2. Fasst eure Ergebnisse in der Klasse zusammen 3. Fragt in eurer Umgebung andere Menschen nach den Karnevalsbräuchen Stellt die Frage 1 Menschen unterschiedlichen Alters z. B. Eltern Großeltern Onkel Tante ... und wertet die Ergebnisse aus Brauch z. B. Pfannkuchen Krapfen Anzahl Summe 4. Wählt die Bräuche aus die ihr in euren Karneval einbeziehen möchtet und formuliert eure Fragen dazu 2011 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH 42 www.grundschulmagazin.de 1 2011 Material kompakt 2 4 M2 Datum Name Klasse Karneval Fastnacht Fasching 2 1. Ordne die Wortkarten den Begriffen der berschrift zu Karneval Fastnacht Fasching 2. Recherchiere die Bedeutung der Begriffe und finde heraus welche Bräuche mit ihnen verbunden sind Nutze dazu z. B. das Internet bzw. die zur Verfügung gestellten Materialien 3. Vergleiche die Bedeutungen und Bräuche und formuliere Gemeinsamkeiten und Unterschiede Karneval Gemeinsamkeiten Fastnacht Fasching Unterschiede 2011 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH 1 2011 www.grundschulmagazin.de 43 M3a Name Material kompakt 2 4 Klasse Datum Die Maske 1 Der Brauch zu verschiedenen Anlässen Masken zu tragen ist weltweit in allen Kulturen zu finden. Früher wurden sie getragen um gute Götter zu ehren oder böse Geister zu vertreiben. Das Material aus dem sie hergestellt wurden war sehr vielfältig z. B. Holz Papier Stoff Leder aber auch Kürbisse. Als eine Art Maskenersatz war das Bestreichen des Gesichtes mit Ruß sehr verbreitet vor allem unter der armen Bevölkerung. Heute ist dieser Ruß durch Farbe ersetzt die Maske wird dann direkt auf das Gesicht gemalt. Es gibt Masken die das gesamte Gesicht verdecken und Teilmasken die Augen und Nase verhüllen. Sie haben sehr unterschiedliche Motive Tiere Geister Prominente aus Politik und Kultur Märchenfiguren wie Hexen Feen Zauberer Zwerge ... Der Maskenträger wählt seine Maskierung in der Regel gut überlegt aus denn er möchte etwas ganz Bestimmtes darstellen. Besonders in der Karnevalszeit ging es früher darum unerkannt zu bleiben wenn man vom Spott und Rügerecht Gebrauch machte. Denn wenn man erkannt wurde musste man mit einer Bestrafung rechnen. Deshalb wurde eine Verkleidung gewählt die das Gesicht und den Körper einschloss Das Kostüm. Heute muss man nicht fürchten für Kritik bestraft zu werden dennoch ist die Maskierung nach wie vor sehr beliebt in der närrischen Zeit. Was meinst du warum 1. Diskutiert diese Frage in kleinen Gruppen und stellt eure Ergebnisse anschließend vor. 2. berlege was du mit einer Maskierung darstellen möchtest und begründe deine Entscheidung. 3. Zeichne nun einen Entwurf für deine Maske. 5 10 15 20 2011 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH 44 www.grundschulmagazin.de 1 2011 Material kompakt 2 4 M4 Datum Name Klasse Karnevals Fastnachts und Faschingsbräuche 1 Die Büttenrede Die Büttenrede wird von der sogenannten Bütt das ist ein Fass oder Zuber gehalten. Im Mittelalter hat sie ihren Ursprung im Rügerecht das jedem in der Karnevalszeit zustand. Das heißt dass die Herrschenden von den Menschen gerügt und verspottet werden durften ohne dass sie dafür bestraft wurden. Die Kritik richtete sich dabei nicht nur gegen persönliche Eigenheiten wie O Beine Dummheit oder Hinkefuß sondern auch gegen Zustände alltägliche Nöte ngste und vieles mehr. Die Rede ist in der Regel gereimt und besteht aus Strophen die oft mit einer Art Refrain enden. Sie wird abgelesen oder auch auswendig mit viel Mimik und Gestik lautstark rezitiert. 5 10 Hier nun ein Beispiel Ihr lieben Jecken hier im Saal ich muss euch sagen ein für alle Mal Das Leben als Kind ist schon ne Qual Ich bin schon zehn und ziemlich pfiffig und trotzdem schallt es täglich laut und griffig Um acht ist Zapfenstreich Du gehst ins Bett und zwar jetzt gleich Ihr lieben Jecken hier im Saal ihr stimmt mir zu bestimmt auch dieses Mal Das Leben als Kind ist doch ne Qual Kaum ist es acht am Morgen da plagen mich schon die nächsten Sorgen Bist du gewaschen und gekämmt Wieso sind Flecken auf dem Hemd Ihr lieben Jecken auf der Banke ihr wisst schon woran ich kranke Doch gerne sag ich s noch einmal Das Leben als Kind ist doch ne Qual Und in der Schule geht es weiter Wie du kannst sie nicht die Tonleiter Dann setz hin und lerne und guck nicht ständig in die Sterne Ihr wisst schon was ich sagen will mit viel Gebrüll schallt s durch den Saal Das Leben als Kind ist schon ne Qual Doch oft kommt zu dem das Behagen ich werde noch auf Händen getragen. Ich muss nicht kochen und nicht putzen kein Geld verdienen den Bart nicht stutzen. Ihr guten Jecken glaubt es mir dass es so bleibt das wünsch ich mir www.kidsweb.de schule kidsweb spezial fasching spezial buettenrede.html 1. Tauscht eure Eindrücke über die Büttenrede aus. 2. Woran möchtet ihr Kritik üben Sammelt eure Ideen und haltet sie schriftlich fest. 3. Schreibt zu euren Ideen eine Büttenrede und übt sie vorzutragen. 2011 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH 1 2011 www.grundschulmagazin.de 45 M5 Name Material kompakt 2 4 Klasse Datum Musik Jeder Karneval wird von vielfältigen Geräuschen begleitet. Einerseits begleiten Rasseln Trommeln Pfeifen und allerlei Haushalts und andere Geräusch machende Instrumente die Umzüge lautstark andererseits gibt es in allen Kulturen Musik die den Karneval prägt. Kennt ihr die oben genannten Tänze und Musiken Woher kommen sie 1. Womit lässt sich Musik machen Sammelt eure Ideen und schreibt sie auf 2. Bringt Dinge zum Musizieren mit. Experimentiert mit ihnen. 3. Erarbeitet eine Klangszene die zum Karneval passt Stimmt dazu eure Instrumente aufeinander ab Erarbeitet einen Rhythmus notiert ihn und übt. Hinweis berlegt ob ihr jemanden wählt der als Dirigent alle Instrumente koordiniert. Nutzt die bekannten Zeichen aus der Musik für Pause laut leise langsam schnell ... 2011 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH 46 www.grundschulmagazin.de 1 2011 Material kompakt 2 4 M6 Datum Name Klasse Karneval Fastnacht Fasching 3 1. Wie wollen wir feiern Diskutiert in der Klasse darüber und fällt eine Entscheidung. 2. Vorbereitung Was gehört zum Karneval z. B. Dinge zum Krach machen 3. Stellt eure Gruppen zusammen und bereitet nun vor Entwickelt einen Plan und stellt ihn den anderen kurz vor. Was bereiten wir vor Welche Materialien benötigen wir z. B. Trommeln Wann soll es fertig sein Wer ist verantwortlich 4. Stimmt eure Pläne aufeinander ab und klärt offene Fragen. 2011 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH 1 2011 www.grundschulmagazin.de 47 M7 Name Material kompakt 2 4 Klasse Datum Die Fastenzeit Aschermittwoch bis Ostersamstag 1. Nimm einen Kalender und zähle die Tage zwischen Aschermittwoch und Ostersamstag in diesem Jahr. Berücksichtige dabei nicht die Sonntage Von Aschermittwoch bis Ostersamstag sind es .............. Fastentage. 2. Lies den folgenden Text und informiere dich über die christliche Bedeutung der Fastenzeit. 1 5 10 15 Am Aschermittwoch ist alles vorbei ... Das Karnevalslied kennen viele. Es weist auf das Ende der närrischen Zeit hin die von einer Fastenzeit abgelöst wird in der sich die Christen auf ihr höchstes Fest das Osterfest vorbereiten. Das Osterfest erinnert an die Kreuzigung und Auferstehung Jesu. In Erinnerung an seine Leidenszeit Passionszeit verzichteten die Gläubigen ursprünglich auf Fleisch Eier Milch Milchprodukte und Alkohol. Vom Fasten ausgenommen waren Kinder und Kranke. Fasten bedeutete dass jeder nur eine Mahlzeit am Tag bekam. Vom Fastengebot ausgenommen waren die Sonntage. In der Fastenzeit besannen sich die Christen besonders auf eine gute Lebensführung und verzichteten auch auf Feste und Feiern. Die Fastnacht war ein Fest mit vielen fetten Speisen und Getränken. Die Menschen aßen tranken tanzten und feierten noch einmal ausgelassen am Vorabend des Aschermittwochs der den Beginn der Fastenzeit darstellt. Heute hat sich in vielen Familien die Fastenzeit verändert. Neben Traditionen überlegen viele Menschen worauf sie außerdem verzichten können um sich auf das zu besinnen was wichtig ist. 3. berlege worauf du verzichten kannst und möchtest und was dir im Zusammenleben mit anderen Menschen wichtig ist. Trage deine Antwort in eine Tabelle ein und befrage anschließend fünf weitere Menschen danach. Trage auch ihre Antworten in die Tabelle ein. 2011 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH 48 www.grundschulmagazin.de 1 2011 Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Klasse 5 Klasse 6 Deutsch Geschichte Kunst und Basteln Musik Tanz Theater Sachunterricht Sonstige Primarstufe Oldenbourg Klick Medien Arbeitsblätter Fasching Karneval Masken Arbeitsblatt kopiervorlage fächerübergreifend Planung Bedeutung Sachinformation Brauchtum Aufgabenstellungen Unterrichtsinhalte Unterrichtsaktivitäten Klärung Auseinandersetzung Informationstexte Unterrichtsmethode Aufgabenblätter Informationsbilder Vergleichen Sachunterricht historische Sachverhalte Informationsgewinnung Informationsverarbeitung Planen Musizieren
Information zum Unterrichtsmaterial
| Fächer | Deutsch, Geschichte, Kunst und Basteln, Musik/Tanz/Theater, Sachunterricht, Sonstige |
|---|---|
| Schulform | Primarstufe |
| Klassenstufe | Klasse 1, Klasse 2, Klasse 3, Klasse 4, Klasse 5, Klasse 6 |
| Methodik | keiner Methodik zugeordnet |
| Materialtyp | Unterrichtseinheit / -reihe |
| Binnendifferenziert | Nein |
| Bewertung | |
|---|---|
| Seiten | 8 |
| Kommentare | 0 |
| Ansichten | 496 |
| Downloads | 31 |
| Favoriten | 2 |
| Verknüpfungen | 0 |
| Veröffentlicht | 25.01.2012 |
Beschreibung des Unterrichtsmaterials
Karneval, Fastnacht und Fasching gehören zu gelebten Bräuchen, die sich mit regionalen Unterschieden großer Beliebtheit erfreuen. Mit ihnen verbinden sich Leichtigkeit, Ausgelassenheit, Exotik und Humor in allen Kulturen. Ein Blick in die Geschichte und Bedeutung des Karnevals und seiner Bräuche kann ein vertieftes Verständnis für den Rhythmus des Lebens bewirken und zugleich Toleranz fördern.
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