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Klausur für einen GK 12 zu Büchners "Woyzeck". Sachtextanalyse (Brief) und Beurteilung. Mit Erwartungshorizont.
Autor: Elma Trauboth, 2012 5 Autorenpunkte Fach: Deutsch
Weitere Materialien zu: Klausur, Woyzeck, Büchner, Beurteilung, Sachtextanalyse, Zentralabitur, Brief an die Familie
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Klausur für einen GK 12 zu Büchners Woyzeck . Sachtextanalyse Brief und Beurteilung. Mit Erwartungshorizont. Die Klausur dient als Leistungsüberprüfung zur im Zentralabitur NRW vorgegebenen Drama Woyzeck von Georg Büchner. Neben der Szenenanalyse wurde die Sachtextanalyse methodisch erarbeitet. Ihr Wissen zu Büchner und dem Drama konnten die SchülerInnen in der zweiten Aufgabe einer Beurteilung anwenden. Klausur GK 12 Woyzeck Grundkurs Deutsch Jgst. 12 Schuljahr 2011 12 2. Halbjahr Klausur Nr. 1 Thema Die literarische Epoche des Vormärz am Beispiel von Georg Büchners Dramenfragment Woyzeck Textgrundlage Georg Büchner Woyzeck. Einfach Deutsch. Schöningh. Paderborn 2011. I. Analysieren Sie Georg Büchners Brief an die Familie vom Februar 1834 nach dem aus dem Unterricht bekannten Verfahren 36 Punkte II. Beurteilen Sie anhand einer exemplarischen Erläuterung der Figurendarstel lung im Woyzeck inwiefern Büchner sein im vorliegenden Brief dargelegtes Selbstverständnis auch in seinem dramatischen Werk umsetzt 36 Punkte Viel Erfolg Gießen im Februar 1834. ... Ich verachte Niemanden am wenigsten wegen seines Verstandes oder seiner Bildung weil es in Niemands Gewalt liegt kein Dummkopf oder kein Verbrecher zu werden weil wir durch gleiche Umstände wohl Alle gleich würden und weil die Umstände außer uns liegen. Der Ver stand nun gar ist nur eine sehr geringe Seite unseres geistigen Wesens und die Bildung nur eine sehr zufällige Form desselben. Wer mir eine solche Verachtung vorwirft behauptet daß ich ei nen Menschen mit Füßen träte weil er einen schlechten Rock anhätte. Es heißt dies eine Roheit die man Einem im Körperlichen nimmer zutrauen würde ins Geistige übertragen wo sie noch gemeiner ist. Ich kann Jemanden einen Dummkopf nennen ohne ihn deshalb zu verachten die Dummheit gehört zu den allgemeinen Eigenschaften der menschlichen Dinge für ihre Existenz kann ich nichts es kann mir aber niemand wehren Alles was existiert bei seinem Namen zu nennen und dem was mir unangenehm ist aus dem Wege zu gehn. Jemanden kränken ist eine Grausamkeit ihn aber zu suchen oder zu meiden bleibt meinem Gutdünken überlassen. Daher erklärt sich mein Betragen gegen alte Bekannte ich kränkte Keinen und sparte mir viel Lange weile halten sie mich für hochmütig wenn ich an ihren Vergnügungen oder Beschäftigungen keinen Geschmack finde so ist es eine Ungerechtigkeit mir würde es nie einfallen einem Ande ren aus dem nämlichen Grunde einen ähnlichen Vorwurf zu machen. Man nennt mich einen Spötter. Es ist wahr ich lache oft aber ich lache nicht darüber wie Jemand ein Mensch sondern nur darüber daß er ein Mensch ist wofür er ohnehin nichts kann und lache dabei über mich selbst der ich sein Schicksal teile. Die Leute nennen das Spott sie ertragen es nicht daß man sich als Narr produziert und sie duzt sie sind Verächter Spötter und Hochmütige weil sie die Narrheit nur außer sich suchen. Ich habe freilich noch eine Art von Spott es ist aber nicht der der Verachtung sondern der des Hasses. Der Haß ist so gut erlaubt als die Liebe und ich hege ihn im vollsten Maße gegen die welche verachten. Es ist deren eine große Zahl die im Besitze einer lächerlichen ußerlichkeit die man Bildung oder eines toten Krams den man Gelehrsamkeit heißt die große Masse ihrer Brüder ihrem verachtenden Egoismus opfern. Der Aristokratismus ist die schändlichste Verachtung des heiligen Geistes im Menschen gegen ihn kehre ich seine eigenen Waffen Hochmut gegen Hochmut Spott gegen Spott. Ihr würdet euch besser bei mei nem Stiefelputzer nach mir umsehn mein Hochmut und Verachtung Geistesarmer und Unge lehrter fände dort wohl ihr bestes Objekt. Ich bitte fragt ihn einmal ... Die Lächerlichkeit des Herablassens werdet Ihr mir doch wohl nicht zutrauen. Ich hoffe noch immer daß ich leidenden gedrückten Gestalten mehr mitleidige Blicke zugeworfen als kalten vornehmen Herzen bittere Worte gesagt habe. ... Georg Büchner An die Familie. Gießen 1834. Zitiert nach Projekt Gutenberg DE. http gutenberg.spiegel.de buch 421 3 26.3.2012 5 10 15 20 25 30 Aristokratismus die Vorliebe für die Aristokratie im staatsphilosophischen System des Aristoteles diejenige Staatsform nach welcher nur eine bevorzugte Klasse der Staatsangehörigen im Besitz der Staatsgewalt ist D GK 2011 12 Klausur Nr. 1 im 1. Halbjahr 4 2012 Bewertungsborgen zur Klausur von Auf gabe Anforderungen Maxi male Punkt zahl erreichte Punkt zahl Der Schüler die Schülerin... verfasst eine auf die Aufgabe bezogene Einleitung und benennt dabei 1 o die Textdaten und das Thema des Briefes z.B. Der von Georg Büchner im Februar 1834 verfasste Brief ist an seine Familie adressiert und behandelt eine Rechtfertigung Büchners im Hinblick auf sein Menschenbild. o die Hauptthese des Autors in etwa Büchner vertritt die These dass man Menschen nicht wegen mangelnder Begabung oder Bildung verurteilen und verachten dürfe. Stattdessen verachte er die Verachtenden und bemitleide die Verachteten. fasst den Inhalt in Form von Sinnabschnitten kurz zusammen z.B. o Z. 2 12 Büchner verachte niemanden aufgrund von mangelnder Begabung oder Bildung. o Z. 12 17 Er wehrt sich gegen den Vorwurf er sei alten Bekannten gegenüber hochmütig. o Z. 17 22 Büchner behauptet er spotte nicht über die Art und Weise des Menschseins sondern nur über die Tatsache der Existenz selbst. o Z. 22 28 Er erklärt seinen Hass gegen die Gebildeten die Menschen wegen mangelnder Bildung verachten. o Z. 28 33 Er habe hingegen Mitleid mit den Unterprivilegierten. analysiert die Sinnabschnitte mit besonderer Berücksichtigung der Argumentationsweise Z. 2 12 Vorwurf der Verachtung o Büchner behauptet er verachte niemanden vor allem nicht aufgrund von mangelnder Begabung oder Bildung. Er begründet dies damit dass niemand für seine Anlagen und Bildungschancen selbst verantwortlich sei. Die Umstände in denen jemand lebt seien für den Werdegang verantwortlich. Zudem wertet er den Verstand in seiner Bedeutung für den Geist des Menschen ab und bezeichnet die Bildung des Menschen als zufällig. o Büchner verdeutlicht den Vorwurf gegen ihn anhand einer Analogie Diejenigen die ihm Verachtung vorwerfen würden damit sagen dass er jemanden mit Füßen träte da er ärmlich gekleidet sei. Dies würde er aber weder im wörtlichen körperlichen Sinne noch im schwerwiegenderen übertragenen Sinne auf geistiger Ebene niemals tun. o Er behauptet dass er jemanden als dumm bezeichnen könne ohne dass hierin Verachtung zum Ausdruck komme. Das begründet er damit dass es eine menschliche Eigenschaft sei dumm zu sein. Dummheit sei etwas dass in der Welt existiere. Er verteidigt sich indem er behauptet dass es sein gutes Recht sei die Phänomene zu benennen wie sie sind. Jemanden als dumm zu bezeichnen sei al so eine objektive Feststellung kein Vorwurf. Z. 12 17 Vorwurf des Hochmuts o Hier wehrt sich Büchner offensichtlich gegen den Vorwurf evtl. seiner Familie hochmütig und kränkend gegenüber seinen alten vermutlich aus dem Bildungsbürgertum stammenden Bekannten zu sein. o Er gesteht zu dass es grausam sei jemanden zu kränken. Allerdings erklärt er dass es keine Krän kung und darum ihm überlassen sei einen Kontakt zu vermeiden. Seine Abwesenheit begründet er damit dass er die Unternehmungen langweilig und uninteressant finde. Ihn deshalb als hochmütig zu bezeichnen empfinde er als ungerecht. Er bestärkt seine These indem er sich selbst von solchen Ur teilen freispricht. Z. 17 22 Vorwurf des Spotts o Büchner rechtfertigt sich gegen den Vorwurf ein Spötter zu sein. o Er gibt zu dass er oft lache schränkt jedoch ein er spotte nicht über die Art und Weise des Menschseins sondern nur über die Tatsache der Existenz selbst für die der Mensch nichts könne. Er führt entkräftend und erweiternd an dass er auch über sich selbst lache. Die Vorwürfe der Leute erklärt er damit dass sie es nicht ertrügen wenn jemand sich selbst und sie auf diese Weise verspottet. o Büchner dreht den Vorwurf um und bezeichnet die Leute selbst als Verächter Spötter und Hochmütige . Das begründet er damit dass die Leute nur über andere aber nicht über sich selbst lachen können. Z. 22 28 Büchners Hass o Büchner gesteht schließlich zu dass auch er auf eine Art spotte nämlich in der Form des Hasses. Das rechtfertigt er damit dass der Hass die gleiche Daseinsberechtigung habe wie die Liebe. o Büchner hasse diejenigen die selbst verachten. Er erläutert dass sich dieser Hass gegen die Gebildeten richte welche die Masse an Ungebildeten egoistisch verachteten. Er erklärt dies mit seiner politischen Haltung Der Aristokratismus also die Herrschaft von Wenigen hier den gebildeten Bürgern sei unmoralisch da er den heiligen Geist ... im Menschen verachte. Gemeint ist hier wohl die von Gott verliehene Würde und damit einhergehende Gleichheit die allen Menschen zukommt. o Sein Hochmut und Spott gegen die herrschende Schicht von Bürgern und Adeligen sei somit gerechtfertigt da er diese mit ihren eigenen Waffen bekämpfe. Z. 28ff. Mitleid mit den Unterprivilegierten o Im letzten Sinnabschnitt bekräftigt Büchner nochmals dass er die leidenden gedrückten Gestalten nicht verachte sondern stattdessen bemitleide. Das belegt er damit dass die Eltern ihn eher bei seinem Schuhputzer als bei anderen Menschen finden könnten. Er hoffe dass sein Mitleid gegenüber den Unterprivile 3 5 20 gierten größer sei als die Verachtung der Privilegierten. analysiert die Wirkungsabsichten und die hierfür verwendeten Mittel Wirkungsabsichten o Büchner möchte sich offenbar rechtfertigen und sich gegen die an ihn durch die Eltern herangebrachten Vorwürfe zur Wehr setzen. Des Weiteren greift er seine Kritiker selbst an indem er die an ihn herangetragenen Vorwürfe an diese zurückgibt. Sprachlich rhetorische Mittel und Strategien o Für seine Rechtfertigung nutzt Büchner verschiedene Strategien z.B. Berufung auf Normen und Wertvorstellungen Z. 23 Berufung auf Erfahrung und wissenschaftlich erwiesene Tatsachen Z. 4 Umkehrung der gegnerischen Argumentation Z. 27f. Zugeständnisse Z. 12 18 Vergleiche Z. 23 31 Ironie Z. 30f. Appelle Z. 29f. o Er wertet einerseits die Unterprivilegierten sprachlich auf Euphemismen und Metaphern Brüder Z. 26 heiligen Geistes im Menschen Z. 26 leidenden gedrückten Gestalten Z. 32 o Andererseits bemüht er sich seine Verachtung der gebildeten Oberschicht auch sprachlich zu verstärken Akkumulation Verächter Spötter und Hochmütige Z. 21 übertriebene Abwertung lächerlichen ußerlichkeit Z. 25 schändlichste Verachtung Z. 27 Metaphern toten Krams Z. 25 opfern Z. 26 kalten vornehmen Herzen Z. 32 Parallelismus Hochmut gegen Hochmut Spott gegen Spott Z. 28 Sprach und Stilebene o Auch wenn er sich von der bildungsbürgerlichen Schicht distanziert sprachlich ist er dieser klar zuzuordnen Gehobene Sprache hypotaktischer sehr argumentativer und appellativer Stil Verwendung von Fachbegriffen Aristokratie heiliger Geist fasst die Ergebnisse der Analyse in einem Fazit zusammen berleitung Einleitung zu Aufgabe 2 o In Büchners Brief kommt einerseits sein Hass gegenüber den Verachtenden den Aristokraten andererseits sein Mitleid mit den Verachteten den Unterprivilegierten zum Ausdruck. Büchner setzt dieses Menschenbild literarisch um indem er einerseits die von ihm verachteten Aristokraten verspottet die Ungebildeten jedoch auf eine nicht verächtliche Art und Weise realistisch darstellt. o Bezüge zu Büchners Leben und Werk Der Brief wurde in der Zeit verfasst als Büchner in Gießen seine Studien fortsetzt zu alten unpolitischen bekannten auf Distanz geht und mit den politisierten Burschenschaften sympathisiert. In dem Brief wird bereits seine Ablehnung gegen die Unterdrückung der Pauper der Masse der Armen deutlich. Auch zeigt sich hier sein programmatisches Anliegen die Lebenswelt der einfachen Bevölkerung zu zeigen wie sie ist Vgl. Brief an die Eltern vom 28. Juli 1835 Zusatzpunkte Aufgabe 1 beurteilt anhand einer exemplarischen Erläuterung der Figurendarstellung im Woyzeck inwiefern Büchner sein im vorliegenden Brief dargelegtes Selbstverständnis auch in seinem dramatischen Werk umsetzt. Einleitung Voraussetzungen Pointierte Darstellung von Büchners wichtigsten programmatischen Thesen 1. Mitleid mit den Ungebildeten deshalb realistische Darstellung ihrer Existenz 2. Hass gegenüber den Aristokraten deshalb Spott. Entscheidung für Zentralfiguren des Stückes deren Deutung im Sinne der Aufgabenstellung ergiebig ist These 1 Marie Woyzeck These 2 Doktor Hauptmann. Auswahl besonders ergiebiger Szenen z.B. Szene 4 5 8 9 22 23 These 1 Ich verachte Niemanden am wenigsten wegen seines Verstandes oder seiner Bildung o z.B. anhand der Figur der Marie in Szene 4 6 16 Hier wird die Figur als schwach verzweifelt und zerrissen dargestellt sie belügt Woyzeck verheimlicht den Ring ist ihrer sexuellen Begierde ausgeliefert obwohl sie Woyzeck gegenüber Dankbarkeit und Reue empfindet jedoch wird Marie nicht als verantwortlich und selbstbestimmt dargestellt sondern eben als unfrei und durch ihr sexuelles Begehren und ihre Armut determiniert insofern wird sie von Büchner nicht moralisch verurteilt. Er stellt ihre Begierde die Untreue die Verzweiflung in der Mordnacht realistisch und nicht beschönigend dar. o z.B. anhand der Figur des Woyzecks in Szene 5 8 9 Hier wird die Figur als den ärmlichen Umständen ausgeliefert als triebgeleitet und durch seinen Körper und die sozialen Verhältnisse determiniert als verzweifelt fremdbestimmt und aufgrund der materiell erzwungenen Mangelernährung geistig verwirrt zugleich aber auch als fleißig verantwortungsvoll gegenüber Marie und dem Kind und moralisch reflektiert in der Rechtfertigung seines Lebenswandels dem Hauptmann gegenüber dargestellt. Im Drama wird er von Büchner im Gegensatz zu der Darstellung des Clarus Gutachtens als nicht oder vermindert schuldfähig der Mord als fremdbestimmt durch die sozialen Verhältnisse die Demütigung die Sprachlosigkeit die geistige Umnachtung interpretiert. Die Darstellung des Woyzecks seine Sprachlosigkeit und Verzweiflung werden realistisch aber nicht spöttisch dargestellt. These 2 Der Aristokratismus ist die schändlichste Verachtung des heiligen Geistes im Menschen ... Spott gegen Spott o z.B. anhand der Figur des Doktors in Szene 8 9 18 Hier wird die Figur als Kapitalist dargestellt Arbeitsvertrag über die Ausbeutung von Woyzecks Körper Warencharakter des Menschen als skrupellos Mensch nur als Experimentalobjekt zugleich als unfähig da er die natürlichen Triebe Woyzecks ignoriert und seine Symptome fehlinterpretiert und als hochmütig durch die wissenschaftliche Sprache die Woyzeck nicht verstehen kann durch die Demütigung Woyzecks vor den Studenten und dem Hauptmann . Durch die Steigerung der Eigenschaften ins Extreme und Groteske entlarvt Büchner den Doktor als skrupellosen egoistischen Menschenverächter. Er steht symbolisch als Vertreter des sich emanzipierenden Bürgertums. o z.B. anhand der Figur des Hauptmanns in Szene 5 9 Hier wird die Figur als unzufrieden und gelangweilt 6 2 2 max. 5 4 14 14 als unreflektiert engstirnig machtbewusst und naiv auf soziale Hierarchien und die kirchliche Moralvorstellung fixiert dargestellt. Auch diese Figur wird von Büchner sarkastisch übertrieben und unsympathisch präsentiert und mitverantwortlich für den Mord an Marie gemacht. Der Hauptmann demütigt Woyzeck um selbst sein Ansehen zu steigern. Er wird als Vertreter des unproduktiven und überflüssigen Adels gezeigt. Fazit Die berlegungen werden zum Schluss pointiert und in Auseinandersetzung mit den Thesen des Briefes zusammengefasst. Das Urteil sollte ergeben dass Büchner sein politisch moralisches Selbstver ständnis auch in seinem dramatischen Werk umsetzt. Er stellt die Vertreter der Aristokratie spöttisch sarkastisch die Vertreter des ungebildeten Paupertums jedoch mit einem realistischen und Mitleid evo zierenden Blick dar. Zusatzpunkte Aufgabe 2 4 max. 4 GESAMTSUMME INHALT 72 Darstellungsleistung Der Schüler die Schülerin strukturiert seinen Text kohärent schlüssig stringent und gedanklich klar angemessene Gewichtung der Teilaufgaben in der Durchführung gegliederte und angemessen gewichtete Anlage der Arbeit schlüssige Verbindung der einzelnen Arbeitsschritte schlüssige gedankliche Verknüpfung von Sätzen formuliert unter Beachtung der fachsprachlichen und fachmethodischen Anforderungen begründeter Bezug von beschreibenden deutenden und wertenden Aussagen Verwendung von Fachtermini in sinnvollem Zusammenhang Beachtung der Tempora T und Modalität M belegt Aussagen durch angemessenes und korrektes Zitieren Zit. sinnvoller Gebrauch von Zitaten in begründeter Funktion drückt sich allgemeinsprachlich präzise stilistisch sicher und begrifflich differenziert aus A sachlich distanzierte Schreibweise Schriftsprachlichkeit begrifflich abstrakte Ausdrucksfähigkeit formuliert lexikalisch W und syntaktisch Sb sicher variabel und komplex schreibt sprachlich richtig unter Berücksichtigung der Rechtschreib R Zeichensetzungs Z und Grammatikregeln G 5 5 5 4 4 5 Gesamtpunkte GESAMTSUMME DARSTELLUNG 28 100 Die Klausur wird mit der Note Punkte bewertet. Datum 15 1 100 95 Unterschrift 14 1 94 90 13 1 89 85 12 2 84 80 11 2 79 75 10 2 74 70 9 3 69 65 8 3 64 60 7 3 59 55 6 4 54 50 5 4 49 45 4 4 44 40 3 5 39 35 2 5 34 30 1 5 29 25 Klasse 12 Klasse 13 Deutsch Sekundarstufe E. Trauboth Klausur Woyzeck Büchner Beurteilung Sachtextanalyse Zentralabitur Brief an die Familie
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Klausur für einen GK 12 zu Büchners Woyzeck . Sachtextanalyse Brief und Beurteilung. Mit Erwartungshorizont. Die Klausur dient als Leistungsüberprüfung zur im Zentralabitur NRW vorgegebenen Drama Woyzeck von Georg Büchner. Neben der Szenenanalyse wurde die Sachtextanalyse methodisch erarbeitet. Ihr Wissen zu Büchner und dem Drama konnten die SchülerInnen in der zweiten Aufgabe einer Beurteilung anwenden. Klausur GK 12 Woyzeck Grundkurs Deutsch Jgst. 12 Schuljahr 2011 12 2. Halbjahr Klausur Nr. 1 Thema Die literarische Epoche des Vormärz am Beispiel von Georg Büchners Dramenfragment Woyzeck Textgrundlage Georg Büchner Woyzeck. Einfach Deutsch. Schöningh. Paderborn 2011. I. Analysieren Sie Georg Büchners Brief an die Familie vom Februar 1834 nach dem aus dem Unterricht bekannten Verfahren 36 Punkte II. Beurteilen Sie anhand einer exemplarischen Erläuterung der Figurendarstel lung im Woyzeck inwiefern Büchner sein im vorliegenden Brief dargelegtes Selbstverständnis auch in seinem dramatischen Werk umsetzt 36 Punkte Viel Erfolg Gießen im Februar 1834. ... Ich verachte Niemanden am wenigsten wegen seines Verstandes oder seiner Bildung weil es in Niemands Gewalt liegt kein Dummkopf oder kein Verbrecher zu werden weil wir durch gleiche Umstände wohl Alle gleich würden und weil die Umstände außer uns liegen. Der Ver stand nun gar ist nur eine sehr geringe Seite unseres geistigen Wesens und die Bildung nur eine sehr zufällige Form desselben. Wer mir eine solche Verachtung vorwirft behauptet daß ich ei nen Menschen mit Füßen träte weil er einen schlechten Rock anhätte. Es heißt dies eine Roheit die man Einem im Körperlichen nimmer zutrauen würde ins Geistige übertragen wo sie noch gemeiner ist. Ich kann Jemanden einen Dummkopf nennen ohne ihn deshalb zu verachten die Dummheit gehört zu den allgemeinen Eigenschaften der menschlichen Dinge für ihre Existenz kann ich nichts es kann mir aber niemand wehren Alles was existiert bei seinem Namen zu nennen und dem was mir unangenehm ist aus dem Wege zu gehn. Jemanden kränken ist eine Grausamkeit ihn aber zu suchen oder zu meiden bleibt meinem Gutdünken überlassen. Daher erklärt sich mein Betragen gegen alte Bekannte ich kränkte Keinen und sparte mir viel Lange weile halten sie mich für hochmütig wenn ich an ihren Vergnügungen oder Beschäftigungen keinen Geschmack finde so ist es eine Ungerechtigkeit mir würde es nie einfallen einem Ande ren aus dem nämlichen Grunde einen ähnlichen Vorwurf zu machen. Man nennt mich einen Spötter. Es ist wahr ich lache oft aber ich lache nicht darüber wie Jemand ein Mensch sondern nur darüber daß er ein Mensch ist wofür er ohnehin nichts kann und lache dabei über mich selbst der ich sein Schicksal teile. Die Leute nennen das Spott sie ertragen es nicht daß man sich als Narr produziert und sie duzt sie sind Verächter Spötter und Hochmütige weil sie die Narrheit nur außer sich suchen. Ich habe freilich noch eine Art von Spott es ist aber nicht der der Verachtung sondern der des Hasses. Der Haß ist so gut erlaubt als die Liebe und ich hege ihn im vollsten Maße gegen die welche verachten. Es ist deren eine große Zahl die im Besitze einer lächerlichen ußerlichkeit die man Bildung oder eines toten Krams den man Gelehrsamkeit heißt die große Masse ihrer Brüder ihrem verachtenden Egoismus opfern. Der Aristokratismus ist die schändlichste Verachtung des heiligen Geistes im Menschen gegen ihn kehre ich seine eigenen Waffen Hochmut gegen Hochmut Spott gegen Spott. Ihr würdet euch besser bei mei nem Stiefelputzer nach mir umsehn mein Hochmut und Verachtung Geistesarmer und Unge lehrter fände dort wohl ihr bestes Objekt. Ich bitte fragt ihn einmal ... Die Lächerlichkeit des Herablassens werdet Ihr mir doch wohl nicht zutrauen. Ich hoffe noch immer daß ich leidenden gedrückten Gestalten mehr mitleidige Blicke zugeworfen als kalten vornehmen Herzen bittere Worte gesagt habe. ... Georg Büchner An die Familie. Gießen 1834. Zitiert nach Projekt Gutenberg DE. http gutenberg.spiegel.de buch 421 3 26.3.2012 5 10 15 20 25 30 Aristokratismus die Vorliebe für die Aristokratie im staatsphilosophischen System des Aristoteles diejenige Staatsform nach welcher nur eine bevorzugte Klasse der Staatsangehörigen im Besitz der Staatsgewalt ist D GK 2011 12 Klausur Nr. 1 im 1. Halbjahr 4 2012 Bewertungsborgen zur Klausur von Auf gabe Anforderungen Maxi male Punkt zahl erreichte Punkt zahl Der Schüler die Schülerin... verfasst eine auf die Aufgabe bezogene Einleitung und benennt dabei 1 o die Textdaten und das Thema des Briefes z.B. Der von Georg Büchner im Februar 1834 verfasste Brief ist an seine Familie adressiert und behandelt eine Rechtfertigung Büchners im Hinblick auf sein Menschenbild. o die Hauptthese des Autors in etwa Büchner vertritt die These dass man Menschen nicht wegen mangelnder Begabung oder Bildung verurteilen und verachten dürfe. Stattdessen verachte er die Verachtenden und bemitleide die Verachteten. fasst den Inhalt in Form von Sinnabschnitten kurz zusammen z.B. o Z. 2 12 Büchner verachte niemanden aufgrund von mangelnder Begabung oder Bildung. o Z. 12 17 Er wehrt sich gegen den Vorwurf er sei alten Bekannten gegenüber hochmütig. o Z. 17 22 Büchner behauptet er spotte nicht über die Art und Weise des Menschseins sondern nur über die Tatsache der Existenz selbst. o Z. 22 28 Er erklärt seinen Hass gegen die Gebildeten die Menschen wegen mangelnder Bildung verachten. o Z. 28 33 Er habe hingegen Mitleid mit den Unterprivilegierten. analysiert die Sinnabschnitte mit besonderer Berücksichtigung der Argumentationsweise Z. 2 12 Vorwurf der Verachtung o Büchner behauptet er verachte niemanden vor allem nicht aufgrund von mangelnder Begabung oder Bildung. Er begründet dies damit dass niemand für seine Anlagen und Bildungschancen selbst verantwortlich sei. Die Umstände in denen jemand lebt seien für den Werdegang verantwortlich. Zudem wertet er den Verstand in seiner Bedeutung für den Geist des Menschen ab und bezeichnet die Bildung des Menschen als zufällig. o Büchner verdeutlicht den Vorwurf gegen ihn anhand einer Analogie Diejenigen die ihm Verachtung vorwerfen würden damit sagen dass er jemanden mit Füßen träte da er ärmlich gekleidet sei. Dies würde er aber weder im wörtlichen körperlichen Sinne noch im schwerwiegenderen übertragenen Sinne auf geistiger Ebene niemals tun. o Er behauptet dass er jemanden als dumm bezeichnen könne ohne dass hierin Verachtung zum Ausdruck komme. Das begründet er damit dass es eine menschliche Eigenschaft sei dumm zu sein. Dummheit sei etwas dass in der Welt existiere. Er verteidigt sich indem er behauptet dass es sein gutes Recht sei die Phänomene zu benennen wie sie sind. Jemanden als dumm zu bezeichnen sei al so eine objektive Feststellung kein Vorwurf. Z. 12 17 Vorwurf des Hochmuts o Hier wehrt sich Büchner offensichtlich gegen den Vorwurf evtl. seiner Familie hochmütig und kränkend gegenüber seinen alten vermutlich aus dem Bildungsbürgertum stammenden Bekannten zu sein. o Er gesteht zu dass es grausam sei jemanden zu kränken. Allerdings erklärt er dass es keine Krän kung und darum ihm überlassen sei einen Kontakt zu vermeiden. Seine Abwesenheit begründet er damit dass er die Unternehmungen langweilig und uninteressant finde. Ihn deshalb als hochmütig zu bezeichnen empfinde er als ungerecht. Er bestärkt seine These indem er sich selbst von solchen Ur teilen freispricht. Z. 17 22 Vorwurf des Spotts o Büchner rechtfertigt sich gegen den Vorwurf ein Spötter zu sein. o Er gibt zu dass er oft lache schränkt jedoch ein er spotte nicht über die Art und Weise des Menschseins sondern nur über die Tatsache der Existenz selbst für die der Mensch nichts könne. Er führt entkräftend und erweiternd an dass er auch über sich selbst lache. Die Vorwürfe der Leute erklärt er damit dass sie es nicht ertrügen wenn jemand sich selbst und sie auf diese Weise verspottet. o Büchner dreht den Vorwurf um und bezeichnet die Leute selbst als Verächter Spötter und Hochmütige . Das begründet er damit dass die Leute nur über andere aber nicht über sich selbst lachen können. Z. 22 28 Büchners Hass o Büchner gesteht schließlich zu dass auch er auf eine Art spotte nämlich in der Form des Hasses. Das rechtfertigt er damit dass der Hass die gleiche Daseinsberechtigung habe wie die Liebe. o Büchner hasse diejenigen die selbst verachten. Er erläutert dass sich dieser Hass gegen die Gebildeten richte welche die Masse an Ungebildeten egoistisch verachteten. Er erklärt dies mit seiner politischen Haltung Der Aristokratismus also die Herrschaft von Wenigen hier den gebildeten Bürgern sei unmoralisch da er den heiligen Geist ... im Menschen verachte. Gemeint ist hier wohl die von Gott verliehene Würde und damit einhergehende Gleichheit die allen Menschen zukommt. o Sein Hochmut und Spott gegen die herrschende Schicht von Bürgern und Adeligen sei somit gerechtfertigt da er diese mit ihren eigenen Waffen bekämpfe. Z. 28ff. Mitleid mit den Unterprivilegierten o Im letzten Sinnabschnitt bekräftigt Büchner nochmals dass er die leidenden gedrückten Gestalten nicht verachte sondern stattdessen bemitleide. Das belegt er damit dass die Eltern ihn eher bei seinem Schuhputzer als bei anderen Menschen finden könnten. Er hoffe dass sein Mitleid gegenüber den Unterprivile 3 5 20 gierten größer sei als die Verachtung der Privilegierten. analysiert die Wirkungsabsichten und die hierfür verwendeten Mittel Wirkungsabsichten o Büchner möchte sich offenbar rechtfertigen und sich gegen die an ihn durch die Eltern herangebrachten Vorwürfe zur Wehr setzen. Des Weiteren greift er seine Kritiker selbst an indem er die an ihn herangetragenen Vorwürfe an diese zurückgibt. Sprachlich rhetorische Mittel und Strategien o Für seine Rechtfertigung nutzt Büchner verschiedene Strategien z.B. Berufung auf Normen und Wertvorstellungen Z. 23 Berufung auf Erfahrung und wissenschaftlich erwiesene Tatsachen Z. 4 Umkehrung der gegnerischen Argumentation Z. 27f. Zugeständnisse Z. 12 18 Vergleiche Z. 23 31 Ironie Z. 30f. Appelle Z. 29f. o Er wertet einerseits die Unterprivilegierten sprachlich auf Euphemismen und Metaphern Brüder Z. 26 heiligen Geistes im Menschen Z. 26 leidenden gedrückten Gestalten Z. 32 o Andererseits bemüht er sich seine Verachtung der gebildeten Oberschicht auch sprachlich zu verstärken Akkumulation Verächter Spötter und Hochmütige Z. 21 übertriebene Abwertung lächerlichen ußerlichkeit Z. 25 schändlichste Verachtung Z. 27 Metaphern toten Krams Z. 25 opfern Z. 26 kalten vornehmen Herzen Z. 32 Parallelismus Hochmut gegen Hochmut Spott gegen Spott Z. 28 Sprach und Stilebene o Auch wenn er sich von der bildungsbürgerlichen Schicht distanziert sprachlich ist er dieser klar zuzuordnen Gehobene Sprache hypotaktischer sehr argumentativer und appellativer Stil Verwendung von Fachbegriffen Aristokratie heiliger Geist fasst die Ergebnisse der Analyse in einem Fazit zusammen berleitung Einleitung zu Aufgabe 2 o In Büchners Brief kommt einerseits sein Hass gegenüber den Verachtenden den Aristokraten andererseits sein Mitleid mit den Verachteten den Unterprivilegierten zum Ausdruck. Büchner setzt dieses Menschenbild literarisch um indem er einerseits die von ihm verachteten Aristokraten verspottet die Ungebildeten jedoch auf eine nicht verächtliche Art und Weise realistisch darstellt. o Bezüge zu Büchners Leben und Werk Der Brief wurde in der Zeit verfasst als Büchner in Gießen seine Studien fortsetzt zu alten unpolitischen bekannten auf Distanz geht und mit den politisierten Burschenschaften sympathisiert. In dem Brief wird bereits seine Ablehnung gegen die Unterdrückung der Pauper der Masse der Armen deutlich. Auch zeigt sich hier sein programmatisches Anliegen die Lebenswelt der einfachen Bevölkerung zu zeigen wie sie ist Vgl. Brief an die Eltern vom 28. Juli 1835 Zusatzpunkte Aufgabe 1 beurteilt anhand einer exemplarischen Erläuterung der Figurendarstellung im Woyzeck inwiefern Büchner sein im vorliegenden Brief dargelegtes Selbstverständnis auch in seinem dramatischen Werk umsetzt. Einleitung Voraussetzungen Pointierte Darstellung von Büchners wichtigsten programmatischen Thesen 1. Mitleid mit den Ungebildeten deshalb realistische Darstellung ihrer Existenz 2. Hass gegenüber den Aristokraten deshalb Spott. Entscheidung für Zentralfiguren des Stückes deren Deutung im Sinne der Aufgabenstellung ergiebig ist These 1 Marie Woyzeck These 2 Doktor Hauptmann. Auswahl besonders ergiebiger Szenen z.B. Szene 4 5 8 9 22 23 These 1 Ich verachte Niemanden am wenigsten wegen seines Verstandes oder seiner Bildung o z.B. anhand der Figur der Marie in Szene 4 6 16 Hier wird die Figur als schwach verzweifelt und zerrissen dargestellt sie belügt Woyzeck verheimlicht den Ring ist ihrer sexuellen Begierde ausgeliefert obwohl sie Woyzeck gegenüber Dankbarkeit und Reue empfindet jedoch wird Marie nicht als verantwortlich und selbstbestimmt dargestellt sondern eben als unfrei und durch ihr sexuelles Begehren und ihre Armut determiniert insofern wird sie von Büchner nicht moralisch verurteilt. Er stellt ihre Begierde die Untreue die Verzweiflung in der Mordnacht realistisch und nicht beschönigend dar. o z.B. anhand der Figur des Woyzecks in Szene 5 8 9 Hier wird die Figur als den ärmlichen Umständen ausgeliefert als triebgeleitet und durch seinen Körper und die sozialen Verhältnisse determiniert als verzweifelt fremdbestimmt und aufgrund der materiell erzwungenen Mangelernährung geistig verwirrt zugleich aber auch als fleißig verantwortungsvoll gegenüber Marie und dem Kind und moralisch reflektiert in der Rechtfertigung seines Lebenswandels dem Hauptmann gegenüber dargestellt. Im Drama wird er von Büchner im Gegensatz zu der Darstellung des Clarus Gutachtens als nicht oder vermindert schuldfähig der Mord als fremdbestimmt durch die sozialen Verhältnisse die Demütigung die Sprachlosigkeit die geistige Umnachtung interpretiert. Die Darstellung des Woyzecks seine Sprachlosigkeit und Verzweiflung werden realistisch aber nicht spöttisch dargestellt. These 2 Der Aristokratismus ist die schändlichste Verachtung des heiligen Geistes im Menschen ... Spott gegen Spott o z.B. anhand der Figur des Doktors in Szene 8 9 18 Hier wird die Figur als Kapitalist dargestellt Arbeitsvertrag über die Ausbeutung von Woyzecks Körper Warencharakter des Menschen als skrupellos Mensch nur als Experimentalobjekt zugleich als unfähig da er die natürlichen Triebe Woyzecks ignoriert und seine Symptome fehlinterpretiert und als hochmütig durch die wissenschaftliche Sprache die Woyzeck nicht verstehen kann durch die Demütigung Woyzecks vor den Studenten und dem Hauptmann . Durch die Steigerung der Eigenschaften ins Extreme und Groteske entlarvt Büchner den Doktor als skrupellosen egoistischen Menschenverächter. Er steht symbolisch als Vertreter des sich emanzipierenden Bürgertums. o z.B. anhand der Figur des Hauptmanns in Szene 5 9 Hier wird die Figur als unzufrieden und gelangweilt 6 2 2 max. 5 4 14 14 als unreflektiert engstirnig machtbewusst und naiv auf soziale Hierarchien und die kirchliche Moralvorstellung fixiert dargestellt. Auch diese Figur wird von Büchner sarkastisch übertrieben und unsympathisch präsentiert und mitverantwortlich für den Mord an Marie gemacht. Der Hauptmann demütigt Woyzeck um selbst sein Ansehen zu steigern. Er wird als Vertreter des unproduktiven und überflüssigen Adels gezeigt. Fazit Die berlegungen werden zum Schluss pointiert und in Auseinandersetzung mit den Thesen des Briefes zusammengefasst. Das Urteil sollte ergeben dass Büchner sein politisch moralisches Selbstver ständnis auch in seinem dramatischen Werk umsetzt. Er stellt die Vertreter der Aristokratie spöttisch sarkastisch die Vertreter des ungebildeten Paupertums jedoch mit einem realistischen und Mitleid evo zierenden Blick dar. Zusatzpunkte Aufgabe 2 4 max. 4 GESAMTSUMME INHALT 72 Darstellungsleistung Der Schüler die Schülerin strukturiert seinen Text kohärent schlüssig stringent und gedanklich klar angemessene Gewichtung der Teilaufgaben in der Durchführung gegliederte und angemessen gewichtete Anlage der Arbeit schlüssige Verbindung der einzelnen Arbeitsschritte schlüssige gedankliche Verknüpfung von Sätzen formuliert unter Beachtung der fachsprachlichen und fachmethodischen Anforderungen begründeter Bezug von beschreibenden deutenden und wertenden Aussagen Verwendung von Fachtermini in sinnvollem Zusammenhang Beachtung der Tempora T und Modalität M belegt Aussagen durch angemessenes und korrektes Zitieren Zit. sinnvoller Gebrauch von Zitaten in begründeter Funktion drückt sich allgemeinsprachlich präzise stilistisch sicher und begrifflich differenziert aus A sachlich distanzierte Schreibweise Schriftsprachlichkeit begrifflich abstrakte Ausdrucksfähigkeit formuliert lexikalisch W und syntaktisch Sb sicher variabel und komplex schreibt sprachlich richtig unter Berücksichtigung der Rechtschreib R Zeichensetzungs Z und Grammatikregeln G 5 5 5 4 4 5 Gesamtpunkte GESAMTSUMME DARSTELLUNG 28 100 Die Klausur wird mit der Note Punkte bewertet. Datum 15 1 100 95 Unterschrift 14 1 94 90 13 1 89 85 12 2 84 80 11 2 79 75 10 2 74 70 9 3 69 65 8 3 64 60 7 3 59 55 6 4 54 50 5 4 49 45 4 4 44 40 3 5 39 35 2 5 34 30 1 5 29 25 Klasse 12 Klasse 13 Deutsch Sekundarstufe E. Trauboth Klausur Woyzeck Büchner Beurteilung Sachtextanalyse Zentralabitur Brief an die Familie
Information zum Unterrichtsmaterial
| Fach | Deutsch |
|---|---|
| Schulform | Sekundarstufe |
| Klassenstufe | Klasse 12, Klasse 13 |
| Methodik | Analysieren und Interpretieren |
| Materialtyp | Test / Klassenarbeit |
| Binnendifferenziert | Nein |
| Bewertung | |
|---|---|
| Seiten | 4 |
| Kommentare | 0 |
| Ansichten | 2142 |
| Downloads | 19 |
| Favoriten | 1 |
| Verknüpfungen | 1 |
| Veröffentlicht | 29.04.2012 |
Beschreibung des Unterrichtsmaterials
Die Klausur dient als Leistungsüberprüfung zur im Zentralabitur NRW vorgegebenen Drama "Woyzeck" von Georg Büchner.
Neben der Szenenanalyse wurde die Sachtextanalyse methodisch erarbeitet. Ihr Wissen zu Büchner und dem Drama konnten die SchülerInnen in der zweiten Aufgabe, einer Beurteilung, anwenden.
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