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„Alle Muslime sind...“ 50 Fragen zu Islam und Islamophobie: Ruft der Koran zur Gewalt auf?
Autor: Verlag an der Ruhr, 2012 6 Autorenpunkte Fach: Ethik, Philosophie, Politik, Sonstige, Sozialkunde
Weitere Materialien zu: Religion, Migration, Kultur, Gewalt, Islam, Glaubensrichtung, religiöse Werte, Islam und Deutschland, Vorurteile, Muslime Diskriminierung, Koran, ngste
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Alle Muslime sind... 50 Fragen zu Islam und Islamophobie Ruft der Koran zur Gewalt auf Fordert der Koran wirklich zum Krieg gegen die Ungläubigen auf Auch wenn mittlerweile über 3 Millionen Muslime in Deutschland leben Aktuelle Diskussionen zeigen dass vielerorts massive Vorurteile und ngste gegenüber der zweitgrößten Religionsgemeinschaft in Deutschland herrschen. Und obwohl die meisten deutschen Jugendlichen gemeinsam mit Muslimen aufwachsen halten sich auch bei ihnen durch Unkenntnis genährte Vorurteile. Mit Hilfe dieses Materials finden sie zu einem klaren Blick auf den Islam Häufig gestellte Fragen zu dieser Religion werden faktenreich und detailliert beantwortet und mit ergänzenden Fotos lebendig illustriert. So bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit fundiert an einer der wichtigsten Debatten der Gegenwart teilzuhaben der nach einem gelingenden Miteinander der Religionen und Kulturen in Deutschland. Verlag an der Ruhr Alle Muslime sind 23 Ruft der Koran zur Gewalt auf Sicherlich ist die Verbreitung des Islam zum Teil auf die arabischen Eroberungsfeldzüge zurückzuführen siehe Frage 11 . Im Koran gibt es einige Verse die kriegerische Handlungen nicht ausschließen ja sie sogar gutheißen. Die ältesten Verse und Kapitel des Korans stammen aus Mekka die jüngeren aus Medina. Aus Mekka sind der Prophet und seine Anhänger vertrieben worden der berlieferung zufolge sind sie nicht ohne Grund nach Medina ausgewichen. Doch der Krieg mit den Mekkanern ging noch weiter In den Schlachten bei Badr und bei Uhud musste sich die aus der Stadt geflohene muslimische Gemeinde gegen mekkanische Streitkräfte zur Wehr setzen. In Medina fungierte der Prophet außerdem nicht nur als spiritueller Führer für seine Anhänger sondern auch als Richter Feldherr und politischer Anführer. Die Arabische Halbinsel war zu Mohammeds Lebzeiten stark von Stammesfehden geprägt auf die er reagieren musste um seine Position zu halten. So ist es nur logisch dass die Verse aus der Medina Periode gewaltbereiter scheinen als die aus der anfangs noch friedlichen mekkanischen Zeit des Propheten. Die Zahl der Koranverse in denen Gewalt beschrieben und angeraten wird ist allerdings eher klein und stellt nur einen geringen Prozentsatz der Gesamtzahl der Verse dar. Wesentlich mehr Verse betonen dass nicht Krieg oder Gewalt sondern Frieden die Norm sein muss und dass Gott barmherzig ist. Viele muslimische Theologen sind der Meinung dass die mekkanischen Verse die Norm den Willen Gottes beschreiben während in den Versen aus Medina eher der berlebenskampf der angegriffenen Muslimgemeinschaft zum Ausdruck kommt. Mohammeds eigentliche Motivation war keine Machtgier 84 sondern die Verkündung einer religiösen Botschaft. Auch in den ersten fünf Büchern der Bibel und bei den Propheten im Alten Testament geht es viel um Kriegsgewalt und auch Jesus hat dem neutestamentarischen Evangelisten Lukas zufolge gesagt dass er Feuer und Zwietracht bringe Kapitel 12 Vers 51 . ber Jahrhunderte hinweg sind diese Passagen im Koran oder in der Bibel immer wieder ge oder besser missbraucht worden indem sie als Aufrufe zur Gewalt gedeutet wurden. Es gehört nicht viel dazu die Passagen in denen es um Gewalt geht aus dem Koran oder der Bibel herauszufiltern und sie losgelöst von ihrem historischen Kontext zu interpretieren. Die Frage die sich stellt ist nicht so sehr ob der Koran oder auch die Bibel zur Gewalt aufrufen sondern vielmehr wie viele Menschen diese heiligen Schriften missbrauchen um damit zur Gewalt aufzurufen. Viel wichtiger als das was tatsächlich darin steht ist wie die Gläubigen es nutzen. Während der Be lagerung von Nicäa 1097 Erster Kreuz zug schleuderten die christlichen Kreuzfahrer die ab geschlagenen Köpfe ihrer musli mischen Gegner in die Stadt um die Moral der Verteidi ger zu schwächen. Streitfälle zum Islam 85 Kein Pazifist Das frühe Christentum wies in den ersten Jahrhunderten seit der christlichen Zeitrechnung stark pazifistische Züge auf. Dies änderte sich jedoch als das Christentum auch weltliche Macht erlangte und die europäischen Monarchen sich als Hüter des wahren Glaubens betrachteten. Im Islam dagegen waren Glaube und weltliche Macht von Anfang an miteinander verknüpft. Mohammed hat seine Truppen in den Krieg geführt und trotzdem geht weder aus dem Koran noch aus anderen berlieferungen hervor dass er ein besonders gewalttätiger Mensch gewesen ist. Wenn man berücksichtigt zu welchen Zeiten er gelebt hat kann man das sicher nicht von ihm behaupten. In der Schlacht von Inab 1149 Zweiter Kreuzzug rieben die muslimischen Truppen ein komplettes Kreuz fahrerheer auf und verschonten keinen der christlichen Soldaten. Der abgeschlagene Kopf des Heerführers wurde als Geschenk dem Kalifen von Bagdad überreicht. 86 Sie möchten gerne mehr zu diesem Thema lesen Die kompletten Materialien finden Sie in unserem Online Shop. Klicken Sie auf den Link um zur Produktbeschreibung zu gelangen. Verlag an der Ruhr www.verlagruhr.de 60807 Klasse 8 Klasse 9 Klasse 10 Klasse 11 Klasse 12 Klasse 13 Ethik Philosophie Politik Sonstige Sozialkunde Sekundarstufe Verlag an der Ruhr Religion Migration Kultur Gewalt Islam Glaubensrichtung religiöse Werte Islam und Deutschland Vorurteile Muslime Diskriminierung Koran ngste
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Alle Muslime sind... 50 Fragen zu Islam und Islamophobie Ruft der Koran zur Gewalt auf Fordert der Koran wirklich zum Krieg gegen die Ungläubigen auf Auch wenn mittlerweile über 3 Millionen Muslime in Deutschland leben Aktuelle Diskussionen zeigen dass vielerorts massive Vorurteile und ngste gegenüber der zweitgrößten Religionsgemeinschaft in Deutschland herrschen. Und obwohl die meisten deutschen Jugendlichen gemeinsam mit Muslimen aufwachsen halten sich auch bei ihnen durch Unkenntnis genährte Vorurteile. Mit Hilfe dieses Materials finden sie zu einem klaren Blick auf den Islam Häufig gestellte Fragen zu dieser Religion werden faktenreich und detailliert beantwortet und mit ergänzenden Fotos lebendig illustriert. So bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit fundiert an einer der wichtigsten Debatten der Gegenwart teilzuhaben der nach einem gelingenden Miteinander der Religionen und Kulturen in Deutschland. Verlag an der Ruhr Alle Muslime sind 23 Ruft der Koran zur Gewalt auf Sicherlich ist die Verbreitung des Islam zum Teil auf die arabischen Eroberungsfeldzüge zurückzuführen siehe Frage 11 . Im Koran gibt es einige Verse die kriegerische Handlungen nicht ausschließen ja sie sogar gutheißen. Die ältesten Verse und Kapitel des Korans stammen aus Mekka die jüngeren aus Medina. Aus Mekka sind der Prophet und seine Anhänger vertrieben worden der berlieferung zufolge sind sie nicht ohne Grund nach Medina ausgewichen. Doch der Krieg mit den Mekkanern ging noch weiter In den Schlachten bei Badr und bei Uhud musste sich die aus der Stadt geflohene muslimische Gemeinde gegen mekkanische Streitkräfte zur Wehr setzen. In Medina fungierte der Prophet außerdem nicht nur als spiritueller Führer für seine Anhänger sondern auch als Richter Feldherr und politischer Anführer. Die Arabische Halbinsel war zu Mohammeds Lebzeiten stark von Stammesfehden geprägt auf die er reagieren musste um seine Position zu halten. So ist es nur logisch dass die Verse aus der Medina Periode gewaltbereiter scheinen als die aus der anfangs noch friedlichen mekkanischen Zeit des Propheten. Die Zahl der Koranverse in denen Gewalt beschrieben und angeraten wird ist allerdings eher klein und stellt nur einen geringen Prozentsatz der Gesamtzahl der Verse dar. Wesentlich mehr Verse betonen dass nicht Krieg oder Gewalt sondern Frieden die Norm sein muss und dass Gott barmherzig ist. Viele muslimische Theologen sind der Meinung dass die mekkanischen Verse die Norm den Willen Gottes beschreiben während in den Versen aus Medina eher der berlebenskampf der angegriffenen Muslimgemeinschaft zum Ausdruck kommt. Mohammeds eigentliche Motivation war keine Machtgier 84 sondern die Verkündung einer religiösen Botschaft. Auch in den ersten fünf Büchern der Bibel und bei den Propheten im Alten Testament geht es viel um Kriegsgewalt und auch Jesus hat dem neutestamentarischen Evangelisten Lukas zufolge gesagt dass er Feuer und Zwietracht bringe Kapitel 12 Vers 51 . ber Jahrhunderte hinweg sind diese Passagen im Koran oder in der Bibel immer wieder ge oder besser missbraucht worden indem sie als Aufrufe zur Gewalt gedeutet wurden. Es gehört nicht viel dazu die Passagen in denen es um Gewalt geht aus dem Koran oder der Bibel herauszufiltern und sie losgelöst von ihrem historischen Kontext zu interpretieren. Die Frage die sich stellt ist nicht so sehr ob der Koran oder auch die Bibel zur Gewalt aufrufen sondern vielmehr wie viele Menschen diese heiligen Schriften missbrauchen um damit zur Gewalt aufzurufen. Viel wichtiger als das was tatsächlich darin steht ist wie die Gläubigen es nutzen. Während der Be lagerung von Nicäa 1097 Erster Kreuz zug schleuderten die christlichen Kreuzfahrer die ab geschlagenen Köpfe ihrer musli mischen Gegner in die Stadt um die Moral der Verteidi ger zu schwächen. Streitfälle zum Islam 85 Kein Pazifist Das frühe Christentum wies in den ersten Jahrhunderten seit der christlichen Zeitrechnung stark pazifistische Züge auf. Dies änderte sich jedoch als das Christentum auch weltliche Macht erlangte und die europäischen Monarchen sich als Hüter des wahren Glaubens betrachteten. Im Islam dagegen waren Glaube und weltliche Macht von Anfang an miteinander verknüpft. Mohammed hat seine Truppen in den Krieg geführt und trotzdem geht weder aus dem Koran noch aus anderen berlieferungen hervor dass er ein besonders gewalttätiger Mensch gewesen ist. Wenn man berücksichtigt zu welchen Zeiten er gelebt hat kann man das sicher nicht von ihm behaupten. In der Schlacht von Inab 1149 Zweiter Kreuzzug rieben die muslimischen Truppen ein komplettes Kreuz fahrerheer auf und verschonten keinen der christlichen Soldaten. Der abgeschlagene Kopf des Heerführers wurde als Geschenk dem Kalifen von Bagdad überreicht. 86 Sie möchten gerne mehr zu diesem Thema lesen Die kompletten Materialien finden Sie in unserem Online Shop. Klicken Sie auf den Link um zur Produktbeschreibung zu gelangen. Verlag an der Ruhr www.verlagruhr.de 60807 Klasse 8 Klasse 9 Klasse 10 Klasse 11 Klasse 12 Klasse 13 Ethik Philosophie Politik Sonstige Sozialkunde Sekundarstufe Verlag an der Ruhr Religion Migration Kultur Gewalt Islam Glaubensrichtung religiöse Werte Islam und Deutschland Vorurteile Muslime Diskriminierung Koran ngste
Information zum Unterrichtsmaterial
| Fächer | Ethik, Philosophie, Politik, Sonstige, Sozialkunde |
|---|---|
| Schulform | Sekundarstufe |
| Klassenstufe | Klasse 8, Klasse 9, Klasse 10, Klasse 11, Klasse 12, Klasse 13 |
| Methodik | keiner Methodik zugeordnet |
| Materialtyp | Arbeitsmaterialien |
| Binnendifferenziert | Nein |
| Bewertung | |
|---|---|
| Seiten | 5 |
| Kommentare | 0 |
| Ansichten | 492 |
| Downloads | 13 |
| Favoriten | 0 |
| Verknüpfungen | 2 |
| Veröffentlicht | 20.09.2012 |
Beschreibung des Unterrichtsmaterials
Fordert der Koran wirklich zum Krieg gegen die Ungläubigen auf? Auch wenn mittlerweile über 3 Millionen Muslime in Deutschland leben: Aktuelle Diskussionen zeigen, dass vielerorts massive Vorurteile und Ängste gegenüber der zweitgrößten Religionsgemeinschaft in Deutschland herrschen. Und obwohl die meisten deutschen Jugendlichen gemeinsam mit Muslimen aufwachsen, halten sich auch bei ihnen durch Unkenntnis genährte Vorurteile. Mit Hilfe dieses Materials finden sie zu einem klaren Blick auf den Islam: Häufig gestellte Fragen zu dieser Religion werden faktenreich und detailliert beantwortet und mit ergänzenden Fotos lebendig illustriert. So bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit, fundiert an einer der wichtigsten Debatten der Gegenwart teilzuhaben: der nach einem gelingenden Miteinander der Religionen und Kulturen in Deutschland.
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